Eine strahlende Blumenbotin
Gärtnerin Jasmin Dorn (27) aus Bad Bleiberg ist die erste Blumenbotin der Blumenolympiade. Sonntag wird sie die Siegerblumen im Congress Center Pörtschach überreichen.

Es ist schon ihr Vorname – Jasmin – der einen sofort an eine blühende und duftende Pflanze denken lässt und auch der Nachname – Dorn – lässt gewisse Assoziationen mit einer bekannten Blume zu. „Das habe ich bereits als Kind dauernd zu hören bekommen“, erinnert sich Jasmin Dorn und lacht dabei. Vielleicht wurde ja damit auch schon so etwas wie der Grundstein zu ihrer Berufswahl gelegt: Gärtnerin. „Diese Arbeit gefällt mir einfach extrem gut. Zu beobachten, wie sich die Pflanzen, Blumen, die gesamte Natur das ganze Jahr über verändern, das macht mir wirklich Freude“, sagt die Bad Bleibergerin.
Schon als Kind habe sie gerne im Garten mitgearbeitet, am Marienfeiertag, dem 15. August, immer auch geholfen, Kräutersträuße zu binden. „Das war also schon sehr früh in mir drin.“ Vor zwei Jahren hat sie sich das erste Mal bei der Blumenolympiade beworben und gleich den ersten Platz in der Gemeindewertung in der Kategorie „Einzelfensterschmuck, Balkon & Terrasse“ geschafft. „Das war total schön, weil ich gar nicht damit gerechnet habe. Aber je öfter man mitmacht, desto mehr Ehrgeiz entwickelt man“, ist Jasmin Dorn überzeugt. Auch heuer ist sie, bei der mittlerweile 29. Blumenolympiade, wieder mit dabei, diesmal allerdings in einer ganz anderen Funktion, nämlich als erste Blumenbotin. „Ich habe die Ehre, bei der Schlussveranstaltung am Sonntag im Congress Center Pörtschach, die Siegerblumen an die Regional- und Landessieger zu überreichen.“
Zwei Balkone als blühende Kleinparadiese
Für die erste Blumenbotin im Rahmen der Olympiade hat man eine junge Hobbygärtnerin gesucht, die Pflanzen lieben und diese Begeisterung auch ausstrahlen. „Da habe ich mich beworben und zum Glück eine Zusage bekommen“, freut sie sich. Jasmin lebt mit ihrem Freund, Marcel, in einer Wohnung mit zwei Balkonen, die sie Jahr für Jahr in grüne und blühende Kleinparadiese verwandelt. Neben verschiedensten Blumen findet man da etwa auch Nektarinenbäumchen, Himbeer- und Schwarzbeersträucher und natürlich Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken oder Paprika. Als ausgebildete Gartenexpertin ist sie zudem eine gefragte Anlaufstelle für die Nachbarschaft, die sich bei ihr wertvolle Tipps und Anregungen zur Blumen- und Pflanzenpflege holt. Ihre persönliche Lieblingsblume, die Heliconia, ist allerdings eine Exotin und gedeiht in unseren Breiten nicht. „Die braucht ein tropisches Klima“, sagt Jasmin, die einerseits gerne in den Bergen unterwegs ist, andererseits auch Städtereisen liebt. Unter anderem war sie schon in Lissabon, Amsterdam oder Barcelona. „Ein Fixpunkt jeder Reise ist natürlich der Besuch eines botanischen Gartens. Da finde ich auch meist meine Heliconia vor.“