Lignano-Bibione: Fähre auch bei österreichischen Touristen beliebt
Die Fähre zwischen Lignano Sabbiadoro und Bibione wird immer beliebter. Bereits 100.000 Fahrgäste nutzten heuer die Verbindung – mehr als 90 Prozent davon mit dem Fahrrad.

Der Fährdienst zwischen den Badeorten Lignano Sabbiadoro und Bibione an der Adria erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In diesem Jahr wurden bereits 100.000 Fahrgäste befördert. Mehr als 90 Prozent von ihnen hatten ein Fahrrad dabei, wie die Verkehrsbeauftragte der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien, Cristina Amirante, mitteilte. Auch bei österreichischen Touristen sei die Schiffsverbindung beliebt.
Der unter dem Namen XRiver betriebene Fährdienst verbindet die beiden Seiten des Flusses Tagliamento und ist vor allem für Urlauber interessant, die die Region mit dem Fahrrad erkunden. Der saisonale Betrieb wurde am 28. März aufgenommen und soll noch bis zum 1. November fortgesetzt werden. Unterstützt wird das Angebot von den Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien sowie den Gemeinden Lignano Sabbiadoro und San Michele al Tagliamento. Betreiber ist die regionale Nahverkehrsgesellschaft TPL FVG.
Fährverbindung ist damit Teil eines größeren Netzes von Radwegen
Nach Angaben Amirantes wird die Verbindung insbesondere von Fahrradtouristen genutzt. Sie können damit auf dem Radwegenetz rund um die beiden Badeorte unterwegs sein, ohne den Fluss auf dem Straßenweg umfahren zu müssen. Die Fährverbindung ist damit Teil eines größeren Netzes von Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln, das die touristisch geprägte Küstenregion besser miteinander verbinden soll.
Friauls Regionalregierung wertet die hohe Zahl der Fahrgäste als Zeichen dafür, dass die Kombination aus Fahrradtourismus und öffentlichem Nahverkehr zunehmend angenommen wird. Amirante verwies zugleich auf die Investitionen in das regionale Radwegenetz. Insbesondere der Ausbau der wichtigsten Radrouten sowie deren Verknüpfung mit Bus-, Bahn- und Schiffsverbindungen solle den Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel erleichtern und zugleich die touristische Entwicklung der Region fördern.
Im vergangenen Jahr wurden auf den saisonalen Verbindungen insgesamt mehr als 115.000 Fahrgäste und 97.800 Fahrräder befördert. Für 2026 rechnet die Regionalregierung mit einer weiteren Zunahme der Nachfrage.