Film über Kärntner Partisanen im Wettbewerb in Zürich
Andrina Mračnikar erzählt in „Mila/Marija“ vom Widerstand der Kärntner Partisaninnen und Partisanen gegen die Nazis. Weltpremiere ist beim Zürich Film Festival.

„Es ist für mich persönlich auch deshalb ein so wichtiges Projekt, weil die Geschichte der Kärntner Sloweninnen und Slowenen und des antifaschistischen Widerstands Teil meiner eigenen Familiengeschichte ist. Ich möchte Filme mit einer starken Haltung machen, die Fragen stellen, die emotional und zugleich formal konsequent und mutig sind“, sagt Andrina Mračnikar.
Die Kärntner Drehbuchautorin und Regisseurin hat sich mit ihrer Doku-Trilogie „Der Kärntner spricht Deutsch“, „Andri 1924–1944“ und „Verschwinden/Izginjanje“ der slowenischsprachigen Volksgruppe in Kärnten gewidmet. Nun legt sie mit „Mila/Marija“ ihren ersten Spielfilm vor, der an Originalschauplätzen vom Freiheitskampf der Titelheldin für ihre Sprache, ihre Volksgruppe und ihre Selbstbestimmtheit erzählt. Weltpremiere ist beim Zürich Film Festival, wo Andrina Mračnikar als einziger österreichischer Beitrag im Wettbewerb des heurigen Zürich Film Festival (24. Sept. bis 4. Okt.) gezeigt wird.

Im Film schließen sich Mila und ihr Bruder Hanzi während des Zweiten Weltkriegs dem bewaffneten Widerstand der Kärntner slowenischen Partisaninnen und Partisanen an. Doroteja Nadrah und Oskar Haag verkörpern die beiden Geschwister in einem mehrsprachigen Ensemble u.a. mit Edita Malovčić und Marko Mandić. Unter dem Decknamen Marija steigt Mila zur Befehlshaberin ihrer Einheit auf und trifft im Kampf für die Freiheit Entscheidungen über Leben und Tod. „Es ist ein Kampf, der mit der Befreiung Österreichs 1945 nicht vorbei ist. Mila wird erneut mit den essenziellen Fragen ihres Lebens konfrontiert: Wie will sie leben? Angepasst oder widerständig? Und: Wie kann sie sich überhaupt richtig entscheiden?“, heißt es in einer Aussendung.
In die Kinos soll der Film im Frühjahr 2027 kommen.