„Feliformia“ reist mit Zeitmaschine durch die Jazzgeschichte
Vier Künstler aus der Steiermark haben das Kunstkollektiv „Feliformia“ gegründet. Bei der Premiere in Eisenerz geht es auf eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte des Jazz.

Vier steirische Künstler, eine gemeinsame Vorliebe für Katzen, eine Portion Humor und dann noch eine Zeitmaschine – so lautet das Rezept für das neue Kunstkollektiv „Feliformia“, was „die Katzenartigen“ bedeutet. Zusammengetan haben sich dafür Pianist Alexander Meister aus Feldbach, Saxophonistin und Schlagzeugerin Nicole Brandstätter aus Eisenerz, Sänger und bildender Künstler Horst Klimstein sowie Ton- und Lichttechniker Stefan Putzinger, beide aus Graz. Um ungewöhnliche Projekte auf die Bühne zu bringen, wird aus dem Ideenpool von allen vieren geschöpft.
Das erste Programm des Kunstkollektivs ist das Bühnenstück „Zeitmaschine:Jazz“, das am Donnerstag, 8. Oktober, um 19 Uhr im Saal der Musikschule Eisenerz bei freiem Eintritt Premiere feiert. Das Stück widmet sich einer fiktiven Zeitreise vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre. „In dieser Zeit hat sich der Jazz zu dem entwickelt, was er heute ist. Und das hat wiederum Auswirkungen auf die heutige Populärmusik“, erklärt Klimstein, der unter anderem für das Bühnenbild zuständig ist.

Auf der Bühne werde im Rahmen eines Musiktheaters beleuchtet, welche historischen und weltpolitischen Ereignisse ausschlaggebend für die Entwicklung des Jazz waren. Neben der Musik spielen Vorträge, Schauspiel und humorvolle Elemente eine Rolle. Es soll eine Mischung aus Unterhaltung und Bildung sein, denn die Künstler wollen auch Wissen vermitteln. „Ziel ist es, den Zuschauern einen kurzweiligen Abend mit echtem Mehrwert zu bieten“, fasst Klimstein zusammen. Hintergründe sollen verständlich vermittelt werden, um das Interesse an Musikgeschichte zu wecken.
Nächtliche Ideen
Die Idee zu dem Projekt geht auf Meister zurück: „Ich schlafe meistens schlecht, und wenn ich dann in der Nacht aufwache, kommen mir absurde Einfälle. Ich wollte eine musikalische Jazz-Zeitreise machen und habe am nächsten Tag die passenden Leute angerufen, um das Vorhaben gemeinsam in die Tat umzusetzen“, erzählt er. Die Bandmitglieder kennen sich nämlich bereits aus früheren Musikprojekten. Meister und Brandstätter haben zudem gemeinsam Jazz in Eisenstadt studiert.
Der Name „Feliformia“ leitet sich von einer gemeinsamen Affinität zu Katzen ab: „Jeder von uns hat etwas mit Katzen zu tun. Und Katzen sind unberechenbar, eigenwillig und immer für eine Überraschung gut – und diese Eigenschaften passen auch zu uns“, erläutert Klimstein.