Eine Zitrone führte die beiden am Längsee in den Hafen der Ehe
Manchmal wohnt Liebesgeschichten ein ungewöhnlicher Anfang inne. So auch bei Nina Hammerschlag und Wolfgang Hirschl. Eine Zitrone markierte den Anfang ihrer Beziehung.

Es begann im Oktober 2011 in Graz – und zwar ziemlich unspektakulär mit einer Zitrone. Die beiden damaligen Studenten Wolfgang Hirschl (37) und Nina Hammerschlag (33) aus Althofen kannten einander über den Freundeskreis bereits vom Sehen. Richtig gefunkt hat es schließlich im Lokal „Posaune“ in der Zinzendorfgasse.
Zu später Stunde griff Wolfi über die Theke und überreichte Nina eine Zitrone. Ein ungewöhnlicher Liebesbeweis, der allerdings nachhaltige Wirkung zeigte. Der 20. Oktober gilt seither als persönlicher „Zitronentag“. Nach vier Jahren wurde die erste gemeinsame Wohnung in Graz bezogen. Es folgten Studienabschluss, Beruf, zahlreiche Pendelkilometer zwischen Graz und Kärnten und 2022 schließlich der Umzug nach Klagenfurt.
Reisen und Konzerte
Wenig später ging es wieder zurück zu den Wurzeln: Das Paar erfüllte sich den Traum vom eigenen Haus in Althofen. Heute genießen Wolfgang und Nina dort gemeinsam mit Kater Romeo ihr Zuhause. Wenn es den Techniker und die Gymnasiallehrerin in die Ferne zieht, sind dem Reisefieber kaum Grenzen gesetzt. USA, Norwegen, Frankreich, Spanien, Portugal, Kreta und Sardinien stehen ebenso auf der gemeinsamen Reiseliste wie zahlreiche Konzerte. Wie jene von Bon Jovi am 30. August dieses Jahres in Dublin (Irland) sowie am 6. September im Wembley Stadium in London (England).
Hochzeit im Stift St. Georgen
Übrigens: Auch sportlich sind die beiden ein eingespieltes Team und haben bereits mehrere Halbmarathons gemeinsam absolviert. Den wohl wichtigsten Schritt machte „Wolfi“ schließlich am 3. Jänner dieses Jahres auf Gran Canaria. Auf einer Sanddüne in Maspalomas ging er vor Nina auf die Knie und stellte die entscheidende Frage. Die Antwort lautete „Ja“. Nach mehr als 14 gemeinsamen Jahren wurde damit aus der Zitronengeschichte endgültig eine Ehegeschichte.
Vor Standesbeamtin Martina Pucher und Stiftspfarrer Christian Stromberger reichten sie einander im Stift St. Georgen am Längsee die Hände zum Lebensbund. Nun blicken die beiden voller Vorfreude in die Zukunft. Und wer weiß – vielleicht bekommen auch die bisher noch freien Zimmer im Eigenheim in der Römerstraße schon bald eine neue Bestimmung.