Eiffelturm nach Streik wieder geöffnet
Der Pariser Eiffelturm ist am Dienstag nach einer Arbeitsniederlegung aus Protest gegen den vorübergehenden Abzug von weiblichem Personal wieder für Besucher zugänglich. Die Betreibergesellschaft des Pariser Wahrzeichens hatte zuvor eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, auf Bitten einer hinduistischen Delegation während eines Besuchs der dritten Etage des Eiffelturms das weibliche Personal dort zurückzuziehen.

Aus Protest gegen den Vorfall am Samstag hatte das Personal am Montag die Arbeit niedergelegt, und der Eiffelturm blieb geschlossen. Politiker reagierten entsetzt.
Wie die Betreibergesellschaft erklärte, fand der Besuch der Delegation im Zuge eines Kulturfestivals anlässlich der bevorstehenden Einweihung eines Hindu-Tempels statt. Im Vorfeld habe es die Bitte gegeben, den Besuch des geistlichen Vertreters so zu organisieren, dass dessen Kontakte zu Frauen auf ein Minimum beschränkt würden.
"Diese Bedingungen hätten nicht akzeptiert werden dürfen", hieß es. Sie standen demnach nicht im Einklang mit den Grundsätzen der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Neutralität bei Besichtigungen des Denkmals.
Die Betreibergesellschaft des Eiffelturms kündigte neben einer Untersuchung des Vorfalls Schritte an, die eine Wiederholung verhindern sollen. Außerdem wollten die Verantwortlichen sich mit den Arbeitnehmervertretern austauschen.