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Radweg nach St. Ruprecht? Diese Ideen gingen bei der Gemeinde Mitterdorf ein

Radweg nach St. Ruprecht und Straßenbeleuchtung in Obergreith: Über sieben Ideenboxen bringt die Bevölkerung von Mitterdorf an der Raab ihre Anliegen ein. Die erste Idee wurde nun umgesetzt.

Bürgermeister Thomas Derler vor dem neuen Re-Use-Regal in Mitterdorf an der Raab; die Anregung kam (anonym) durch die Ideenbox zur Gemeinde
© KLZ / Julia Kammerer
Bürgermeister Thomas Derler vor dem neuen Re-Use-Regal in Mitterdorf an der Raab; die Anregung kam (anonym) durch die Ideenbox zur Gemeinde
Julia Kammerer
Teamleiterin Regionalredaktion Weiz

Manche Ideen sind kurz und knapp, andere nehmen durchaus eine ganze Seite ein: Seit kurzem gibt es in der Gemeinde Mitterdorf an der Raab sogenannte „Ideenboxen“.

Sieben an der Zahl, angebracht in jeder Katastralgemeinde, geben den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, Anliegen und Anregungen an die Entscheidungsträger der Gemeinde zu liefern.

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Die Ideenboxen wurden im Rahmen der Zertifizierung zur „familienfreundlichen und kinderfreundlichen Gemeinde“ installiert.
Die Ideenboxen wurden im Rahmen der Zertifizierung zur „familienfreundlichen und kinderfreundlichen Gemeinde“ installiert. © KLZ / Julia Kammerer

30 Briefe sind bis Anfang September über die Ideenboxen in der Gemeindestube eingetroffen. „Zum Großteil anonym. Geschwindigkeiten und Straßenbeleuchtungen waren die Hauptthemen“, sagt Bürgermeister Thomas Derler.

Während manche Anregungen gesichtet und erst in Ausschusssitzungen des Gemeinderates behandelt werden, können andere rasch umgesetzt werden. Beispielsweise das neue „Re-Use-Regal“ (‚reuse‘ bedeutet zu Deutsch ‚wiederverwenden‘) im örtlichen Altstoffsammelzentrum.

Mitterdorfer können hier während der Öffnungszeiten Dinge, die sie nicht mehr benötigen, aber noch funktionstüchtig sind, ablegen. So warten etwa ein Kindersitz, Skischuhe, Geschirr oder Fahrräder auf einen neuen Besitzer.

Öffnungszeiten

Das neue Re-Use-Regal im Altstoffsammelzentrum von Mitterdorf an der Raab (Mitterdorf 5c, gleich neben dem Kindergarten) können Bürgerinnen und Bürger zu den Öffnungszeiten nutzen.

Das ASZ hat jeden zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 19 Uhr und jeden letzten Freitag im Monat von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Abgelegt werden dürfen nur saubere, vollständige und funktionstüchtige Gegenstände sowie keine Elektrogeräte.

Ein Maxi-Cosi, ein Kindersitz, Skischuhe, Geschirr, Bücher und viele weitere Gegenstände sind etwa im neuen Re-Use-Regal in Mitterdorf an der Raab zu finden und warten auf eine neue Heimat
© KLZ / Julia Kammerer
Ein Maxi-Cosi, ein Kindersitz, Skischuhe, Geschirr, Bücher und viele weitere Gegenstände sind etwa im neuen Re-Use-Regal in Mitterdorf an der Raab zu finden und warten auf eine neue Heimat

Weniger schnell umzusetzen sind da etwa die eingelangten Anliegen rund um den Radweg von Mitterdorf nach St. Ruprecht an der Raab. Seit Jahren ist der Bau in beiden Gemeinden ein Thema.

Jetzt gehe es in die „finale Phase“ – zumindest was die Vereinbarung mit den Grundstücksbesitzern betrifft. 16 von 20 hätten sich schriftlich zu dem Radweg bekannt. „Diese Vereinbarung gilt nur noch bis Ende des Jahres. Im Oktober werden wir alle Grundstücksbesitzer nochmal zu einem Termin einladen“, sagt Derler. Dort will man auch den Rest überzeugen.

Bis dorthin werden über die Ideenboxen noch zahlreiche weitere Vorschläge eintrudeln. Das glaubt auch Bürgermeister Derler: „Die Boxen und auch das Re-Use-Regal kommen irrsinnig gut an.“