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Früh übt sich, wer gesund sein will

Wie lässt sich die Gesundheitskompetenz von Volksschulkindern stärken? Die CU Hochschule Kärnten geht innovative Wege bei der Frühförderung.

Gesunde Ernährung ist einer der Aspekte, die im Innovationsprojekt des Programms „g’scheid g’sund“ in Volksschulen in den Fokus rücken | Gesunde Ernährung ist einer der Aspekte, die im Innovationsprojekt des Programms „g’scheid g’sund“ in Volksschulen in den Fokus rücken
© Kanizaj
Gesunde Ernährung ist einer der Aspekte, die im Innovationsprojekt des Programms „g’scheid g’sund“ in Volksschulen in den Fokus rücken|Gesunde Ernährung ist einer der Aspekte, die im Innovationsprojekt des Programms „g’scheid g’sund“ in Volksschulen in den Fokus rücken

Schon Erwachsene haben es mitunter schwer, sich im Gesundheitssystem mit seinen vielfältigen Anlaufstellen und Berufsgruppen zurechtzufinden. Wie muss der Dschungel aus Fachgebieten, Institutionen und Ansprechpartnern erst auf Kinder wirken? Ob jung oder alt, die Fähigkeit, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden, passende Angebote zu erkennen und Gesundheitsinformationen sinnvoll zu nutzen, ist entscheidend für die eigene Gesundheit. Um diese „navigationale Gesundheitskompetenz“, wie es die Fachsprache nennt, bestmöglich auszuprägen, muss möglichst früh angesetzt werden.

© Fh/helge Bauer

Das Wissen über die zentralen Figuren des Gesundheitssystems ist notwendig, um sich darin zurechtzufinden.

— Eva Mir

Am besten schon im Volksschulalter, findet Eva Mir. Sie forscht an der CU – Hochschule Kärnten im Bereich Gesundheitsförderung und treibt im Rahmen des Programms „g’scheid g’sund“ ein Innovationsprojekt mit dem Titel „Gesundheitsberufe entdecken“ (Kooperation mit dem Land Kärnten, Abteilung für Gesundheit und Pflege, gefördert vom Kärntner Gesundheitsfonds) an. „Das Wissen über die zentralen Figuren des Gesundheitssystems ist notwendig, um sich darin zurechtfinden zu können. Wir möchten den Kindern nicht vermitteln, wie das System im Detail funktioniert, sondern dass es neben Medizin und Pflege auch andere Bereiche wie Logo-, Ergo- oder Physiotherapie gibt, die für sie künftig einmal wichtig sein könnten“, sagt Mir.

Um den Volksschulkindern diese Vielfalt vor Augen zu führen, wählten sie und die Projektleiterin vonseiten des Landes, Sonja Fidersek, einen spielerischen Zugang: Gemeinsam mit einer Agentur für Spieleentwicklung wird gerade an einem Lernspiel getüftelt, das den Kindern die verschiedenen Gesundheitsberufe und deren Aufgaben näher bringt. Zusätzlich werden auch Workshops für die dritte und vierte Schulstufe ausgearbeitet. Nicht nur die Kinder sollen dabei lernen, sondern auch Eltern und Lehrpersonen: „In einer Erhebung hat sich herausgestellt, dass auch die Erwachsenen einen hohen Informationsbedarf verspüren, was die Aufgaben der Berufsgruppen im Gesundheitswesen betrifft. Mit dem niederschwelligen Informationsangebot hoffen wir, auch sie zu erreichen.“

Die Einbeziehung der Eltern ist übrigens der zweite Schwerpunkt im Innovationsprojekt, bei dem die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern gefördert werden soll. Der Fokus liegt hier auf der Elternbeteiligung bei der Verankerung von gesunder Ernährung im schulischen Umfeld.

Diese Seite erscheint in Kooperation mit der Kärntner Hochschulkonferenz. Die redaktionelle Verantwortung liegt ausschließlich bei der „Kleinen Zeitung“.