Tote bei neuen Angriffen Israels auf Hisbollah im Südlibanon
Bei neuen Angriffen Israels auf Ziele im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Wie das Gesundheitsministerium in Beirut am Sonntag mitteilte, wurden zwei Frauen in der Stadt Arab Salim getötet und zwei weitere Menschen in Nabatieh. Unter den Verletzten seien mehrere Frauen und drei Kinder.
Die israelische Armee hatte ihre neuen Angriffe mit Drohnenattacken der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf ihre Soldaten begründet. "Terroristen" der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz hätten zwei Drohnen auf im Südlibanon stationierte israelische Soldaten abgefeuert, teilte die Armee mit. Dies sei ein "eklatanter Verstoß", weshalb mit Gegenangriffen reagiert werde.
In einer weiteren Mitteilung hatte die Armee die Bewohner von Arab Salim aufgefordert, ihre Stadt wegen unmittelbar bevorstehender Angriffe zu verlassen. "Sie befinden sich in der Nähe einer Einrichtung der Terrororganisation Hisbollah", hieß es in der auf Arabisch verfassten Mitteilung im Online-Dienst Telegram.
Der Libanon war im März in den Iran-Krieg hineingezogen worden, als die Hisbollah-Miliz Israel vom Libanon aus angriff. Israel reagierte mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Libanesischen Angaben zufolge wurden seither mehr als 4.300 Menschen durch die israelischen Angriffe getötet. Die israelische Armee hat einen von der Grenze zehn Kilometer ins Land reichenden Abschnitt im Südlibanon zur "Sicherheitszone" erklärt, in der sie Soldaten stationiert hat. Die Hisbollah ist nicht nur eine Miliz, sondern als Partei auch ein wichtiger, politischer Faktor im Libanon.