Starkoch Wolfgang Puck rührt bei Ehrung in Kärnten zu Tränen
Wolfgang Puck wurde „Weltösterreicher 2026“. Bei der Ehrung in Klagenfurt erzählte der weltbekannte Koche von seinem schwersten Tag als er am Leben zweifelte.
„Wenn ma amol a Kärntner is, bleibt ma imma a Kärntner“, sagte Starkoch Wolfgang Puck in seinem typischen heimischen Dialekt im vollbesetzen Großen Wappensaal im Klagenfurter Landhaus, wo er vom Weltbund Österreich, der derzeit in Klagenfurt tagt, als „Weltösterreicher 2026“ ausgezeichnet wurde.
Der Weltbund unterstützt und vernetzt Österreicher, die sich im Ausland befinden, derzeit sind es 640.000. „Je älter man wird, desto mehr ist man der Heimat verbunden“, meinte der mit stehenden Ovationen gefeierte Puck, der die Auszeichnung mit der ihm eigenen Bescheidenheit gerührt entgegennahm. Berührt waren die Anwesenden besonders von Pucks Erzählung über den „schwersten Tag in seinem Leben“, als er als vierzehnjähriger Kartoffelschäler im Hotel Post in Villach 1963 vom betrunkenen Küchenchef hinausgeworfen wurde und auf der Draubrücke stehend am Leben zweifelte.
Doch sein Überlebenswille siegte und führte ihn später nach Frankreich, wo er sich bei den berühmtesten Köchen bewarb, ins Maxim nach Paris, nach Monaco und schließlich in die USA, wo er 1982 seinen Traum erfüllte und in Hollywood seine erstes Restaurant „Spago“ eröffnete.

Mittlerweile gehören 100 Restaurants weltweit mit 5000 Mitarbeitern zu seinem Imperium, in dem er österreichische Gerichte auf jede Speisekarte setzt.
„Puck hat gezeigt, dass Herkunft kein Hindernis, sondern Fundament sein kann“, würdigte Weltbund-Präsident Werner Götz den „außergewöhnlichen Botschafter Österreichs“, der Brücken baue, „Heimat und Welt“ ebenso verbinde wie Tradition mit Innovation und seine Bekanntheit stets nutze, um Verantwortung zu übernehmen. Seine Bereitschaft, nie aufzuhören, zeichne ihn ebenso aus wie sein Bekenntnis zu seinen Wurzeln. Es sei bemerkenswert, dass der diese hinaustrage in die Welt, zeigte sich Landeshauptmann Daniel Fellner begeistert und setzte mit einer Urkunde für den „Kulinarischen Botschafter Kärntens“ noch eines drauf. Er traue sich zu, für Puck „etwas Essbares“ zu kochen, während Landtagspräsident Andreas Scherwitzl zugab, besser essen als kochen zu können und Staatssekretär Sepp Schellhorn Lacher erntete für die Anekdote, dass er in der Hotelfachschule im Fach Kochen eine Nachprüfung hatte.
Sollte Puck in Kärnten ein Restaurant eröffnen...
Gemeinsam war allen Rednern der Wunsch, die doppelte Staatsbürgerschaft für Auslandskärntner und Auslandsösterreicher zu ermöglichen. „Wenn wir sie zurückhaben wollen, dürfen wir sie nicht ausbürgern“, appellierte Götz an die Politik. Er habe bereits an die Bundesregierung geschrieben, sagte Fellner dazu und meinte abschließend launig: „Sollte Puck in Kärnten ein Restaurant eröffnen, stelle ich mich an den Herd“.