Seit einer Woche keine neuen Legionellen-Fälle mehr in Linz
32 Menschen haben sich seit Mitte Juli mit der Legionärskrankheit infiziert, drei Patienten sind im Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Im Verdacht steht eine kontaminierte Kühlanlage der Linz AG.

Der Legionellen-Ausbruch im Großraum Linz ist nach wie vor nicht vollständig ausgestanden. Insgesamt 32 Menschen haben sich seit Mitte Juli mit der Legionärskrankheit infiziert, drei Patienten sind im Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Ein 38-jähriger Mann wird weiterhin intensivmedizinisch behandelt.
Der Patient befindet sich nach wie vor im Linzer Kepler Universitätsklinikum. Sein Zustand erfordert weiterhin eine Behandlung auf der Intensivstation.
Gleichzeitig gibt es bei der Zahl der Erkrankungen eine positive Entwicklung: Seit knapp vier Wochen wurde im Großraum Linz kein weiterer Fall einer schweren, durch Legionellen verursachten Lungenentzündung registriert.
Hinweise auf kontaminierte Kühlanlage der Linz AG
Hinweise, dass es einen Zusammenhang mit einer kontaminierten Kühlanlage der Linz AG gibt, haben sich demnach weiter verdichtet. Darauf würden nicht nur die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse hindeuten, sondern auch Sequenzierungsergebnisse, hieß es in der Aussendung: Der Legionellentypus, der in einem Kühlturm des Unternehmens in der Wienerstraße festgestellt wurde, stimmt offenbar mit jenem von einem Erkrankten überein.
Die Linz AG bedauerte die Erkrankung und zeigte sich erleichtert, dass die betroffene Person wieder genesen sei. Man betonte allerdings, dass es "derzeit keinen Nachweis für den Zusammenhang zwischen der LINZ AG-Anlage und den weiteren Erkrankungsfällen gibt". Das Unternehmen unterstütze die laufenden Untersuchungen nach Kräften. Die betroffene Anlage sei mittlerweile gereinigt, desinfiziert und auf Trockenbetrieb umgestellt. "Eine mögliche Bildung von Legionellen ist somit ausgeschlossen."
Bisher wurden mehr als 200 Proben an möglichen Infektionsherden genommen. Bei Patienten, die außerhalb von Linz wohnen, wird derzeit von der Behörde abgeklärt, ob ihre Infektion ebenfalls auf die vermutete Quelle der Linzer Fallhäufung zurückgehen könnte.