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Kärntner Familie kümmert sich um 80 Jahre alten Kaktus

Seit über 30 Jahren dreht sich bei Familie Müller aus Magdalensberg alles um den Kaktus. Die Kärntner kümmern sich um 150 weitere Pflanzenarten.

Anton und Edith Müller sind stolz auf ihren Garten
© Thomas Hude
Anton und Edith Müller sind stolz auf ihren Garten
Lajla Jakupović

Wenn der Garten von Familie Müller blüht und gedeiht, fühlt sich das Ehepaar am wohlsten. Edith und Anton Müller stecken seit vielen Jahren Zeit und Liebe in ihr grünes Zuhause in Magdalensberg. „Es ist für uns eine Wohlfühloase“, erklärt die 73-Jährige. Während sie sich vor allem um Blumen, Kräuter sowie Obst und Gemüse kümmert, gilt die große Leidenschaft des Pensionisten seinem Kakteengarten. „Langsam geht uns der Platz aus“, schmunzelt der 75-Jährige. 

Auf die Blumenolympiade, die von den Kärntner Gärtnern in Kooperation mit dem Land Kärnten, der Landwirtschaftskammer Kärnten und der Kleinen Zeitung als Medienpartner veranstaltet wird, wurde das Ehepaar durch ein Flugblatt aufmerksam gemacht. Schnell stand für beide fest, dass sie teilnehmen möchten. Mittlerweile haben sie mehrfach mitgemacht und konnten im vergangenen Jahr sogar den ersten Platz in der Gemeindewertung sowie den zweiten Platz in der Bezirkswertung sichern. Auch beim „Tag der offenen Gartentür“ waren sie schon dabei. „Es war wirklich schön, so viele Interessierte da zu haben“, erinnert sich Anton Müller. 

Blumenolympiade 2026 - die Gemeindesieger

Grafenstein:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe:  Martin Hudelist, Der Hambrusch (1), Erika Pinter, Hexenhäuschen (2), Dagmar Tischler, Tischlerei Tischler (3)
Bauernhöfe & Buschenschanken: Mag. Ingrid und DI Markus Tschischej (1), Hemma Deutschmann (2)
Der Garten als Nahrungsquelle: Christine Krammer (1), Elisabeth Mikula (2)
Rund um‘s Haus: Bettina Holzer (1), Herbert Mikula (2), Ingrid und Mag. Diethard Pewal (3), Annemarie Matschnig (3)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Martin Krainz (1), Helga Undeutsch (2)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Lydia Hudelist, Pfarrhof (1), Sarah und Hans Hercog, Dorfplatz (2), Marktgemeinde Grafenstein, Amtsgebäude (3)
Garten als Erholungsraum: Andrea und Christian Piskernig (1), Robert Radler und Angelika Thausing (2), Michael Grohmann (3)  

Keutschach am See:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Günter Scherling, Landhaus Scherling (1), Madeleine Oberle und Anton Loitsch, Pension Vogtland (2)
Bauernhöfe & Buschenschanken: Familie Scheriau, Bauernhof Liendl (1)
Der Garten als Nahrungsquelle: Hildegardis Aichholzer (1)
Rund um‘s Haus: Maria Wilms, Freunde der Pflanzen (1), Helga Zubak (2)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Maria Struger (1), Monika Mayer (2)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Kärntner Bildungswerk Keutschach, Gemeinschaftsgarten (1), Steinzeitgarten Freunde der Pfahlbauten, Freunde der Pflanzen (2)
Garten als Erholungsraum: Charlotte Perner-Winkler (1), Maria Jäger (2)

Klagenfurt am Wörthersee:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Mag. Paulitsch, Lendorf Apotheke (1), Anton Pacher, Gasthof Had‘n Wirt (2), Oliver Koch, Schnitzelwirt (3)
Bauernhöfe & Buschenschanken: Sabine und Alfred Rosegger (vlg. Uggitsch) (1), Manfred Schoklitsch (vlg. Anderle) (2), Adelheid Pirker (vlg. Peterbauer) (3)
Der Garten als Nahrungsquelle: Melanie Leitgeb (1), Daniela Leitgeb (2)
Rund um‘s Haus: Isolde Mikula (1), Sabine Wankmüller (2), Helmut Koschier (3)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Ludmilla Rumpold (1), Daniela und Jürgen Trapp (2), Hannelore Pungartnig (3)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Angela Sommerauer (1)
Garten als Erholungsraum: Edith Weinberger (1), Theresia und Otto Schwarzfurtner (2), Marion Kronig (3)

Krumpendorf am Wörthersee:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Mario Nagele, Gasthof Pisl (1), Kerstin und Ferdinand Strutz, A Part of Eden, (2)
Rund um‘s Haus: Ingeborg Bonstingl (1)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Anita Gerhard (1)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Anita Gerhard, Gartengemeinschaft (1)
Garten als Erholungsraum: Gabriele Bürger (1), Margot und Ing. Klaus Wohlgemuth (2)

Ludmannsdorf:
Bauernhöfe & Buschenschanken: Franz Krusič (vlg. Rupij) (1)

Magdalensberg:
Bauernhöfe & Buschenschanken: Ulrike Kucher (vlg. Treffer) (1)
Der Garten als Nahrungsquelle: Ing. Stefan Krammer (1)
Rund um‘s Haus: Andrea und Albert Klemen (1), Martina Stippich (2)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Edith Müller, Kakteengarten (1)
Garten als Erholungsraum: Elisabeth Ankner (1)

Moosburg:
Bauernhöfe & Buschenschanken: Mag. Marina Lamp und Robert Koch (vlg. Pirnig) (1), Manuela Jordan und Thomas Koschu (vlg. Rabitschhof) (2)
Rund um‘s Haus: Michaela und Claudia Schwarzfurtner (1), Helga und Hugo Käfer (2)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Karin Lamprecht (1)
Garten als Erholungsraum: Gabriela Sacher (1), Ruza Schumi (2)

Poggersdorf:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Andrea Illgoutz-Rapoldi, Reiterhof Rapoldi (1)
Bauernhöfe & Buschenschanken: Emma und Susanne Sutterlüty (vlg. Kohlweiss) (1), Gabriele und Martin Egger (vlg. Monik) (2)
Der Garten als Nahrungsquelle: Edith Allesch (1) Sabine und Helfried Mayer (2)
Rund um‘s Haus: Hildegard und Hubert Freitag (1), Marianne Garbus (2), Petra und Günther Kopper (3)
Gemeinschaftsprojekte & Sonderobjekte: Dorfgemeinschaft Leibsdorf (1), Familie Weidlitsch (2), Volksschule Wabelsdorf (2) Volksschule Poggersdorf, Eva Pichler, Klasse 1b (3), Dorfgemeinschaft Pubersdorf (3)
Garten als Erholungsraum: Jürgen-Marcus Wölbitsch (1), Birgit und Hubert Bergmann (2), Isabella und Johannes Zauner (3)

Pörtschach am Wörthersee:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Kathrin Marchsteiner, Pörtschacherstüberl (1), Wohlfühl Hotel Elisabeth, Familie Grossmann (2), Stefan Obmann, Hotel Schloss Leonstain (3)
Der Garten als Nahrungsquelle: Norbert Raible (1), Marietta Klein (2)
Rund um‘s Haus: Horst Pollak (1), Familie Tomantschger (2), Dora Aschgan-Egger (3)
Fensterschmuck, Balkon & Wohnblöcke: Anna und Günther Stelzl (1), Tusnelda Gaiswinkler (2), Ernst Rencher (3)
Garten als Erholungsraum: Dagmar und Hans-Georg Riese (1), Heidi Lösch (2)

Techelsberg am Wörthersee:
Hotels & Pensionen, Gasthöfe & Gewerbebetriebe: Florian Scheichenbauer, Hotel Schloss Seefels (1)

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich der Kärntner mit Kakteen und besitzt mittlerweile unzählige Exemplare. „Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, es sind zu viele“, meint er. Begonnen hat seine Leidenschaft, als er einem Kollegen bei der Kakteengärtnerei Reppenhagen aushalf. Dort wurde er vom Kakteenfieber angesteckt. Sein allererster Kaktus ist mittlerweile rund 80 Jahre alt und für ihn ein echtes Prachtstück. Gemeinsam mit seiner Frau baute sich Müller über die Jahre einen eigenen Kakteengarten in einem Glashaus auf. „Wir passen sehr darauf auf. Drinnen gibt es sogar eine Bodenheizung“, ergänzt er. Besonders angetan hat ihm der Astrophytum, den er als seinen „absoluten Liebling“ bezeichnet. 

150 verschiedene Pflanzenarten

Doch das Grundstück der Familie hat noch einiges mehr zu bieten: von Kakteen und Sukkulenten über Epiphyllen, zahlreichen Tulpen und Narzissen bis hin zu Kräutern, Obststräuchern und -bäumen sowie Gemüsebeeten. „Wir haben alles, von A bis Z“, betont Anton Müller. Insgesamt schmücken rund 150 verschiedene Pflanzenarten den Garten. Alles gleichzeitig zu pflegen erfordert viel Zeit und Geduld. Dementsprechend verbringt das Ehepaar viel Zeit im Freien, um alles in Schuss zu halten. „Allein das Gießen dauert schon zwei Stunden“, erzählt Edith Müller. Eine Sache ist den Hobbygärtnern dabei besonders wichtig: Der Garten soll völlig frei von Chemie und Giftstoffen bleiben. „Wir setzen auf natürliche Mittel oder klauben im Notfall jede Laus mit der Hand ab“, erklärt die Kärntnerin.

Natürlich gibt es auch weniger schöne Seiten der Gartenarbeit, etwa wenn Unkraut gejätet werden muss oder ein Gewitter über das Grundstück zieht. Davon lassen sich die beiden aber nicht entmutigen. Sie wissen genau, welche Schönheit ihr Garten zu bieten hat. „Ende Mai ist es hier wirklich traumhaft, da blüht alles“, ist sich das Paar einig. Edith und Anton Müller sind besonders stolz auf ihr „zweites Wohnzimmer“ und können den nächsten Frühling kaum abwarten.