Warum Freddie Mercury München so liebte
Am 5. September wäre Rock-Ikone Freddie Mercury 80 geworden. Auf RTL+ ist aus diesem Anlass Rudi Dolezals Doku „Der echte Freddie Mercury – Die Münchener Jahre“ abrufbar.

München war für die Rock-Ikone eine Wahlheimat-Stadt. „Er liebte die Offenheit der schwulen Szene im Vergleich zum verklemmten London, er hatte in München auch einen Liebhaber und seinen Lieblingsproduzenten, außerdem wurde er dort weitgehend in Ruhe gelassen“, erzählt Regisseur Rudi Dolezal. Seine Doku „Der echte Freddie Mercury – Die Münchener Jahre“ nahm RTL wieder ins Programm, für die Dolezal vor ein paar Jahren mit Peter Freestone, Freddies persönlichem Assistenten, auf Spurensuche in der bayerischen Metropole gegangen ist. Etwa im legendären Travestie-Club „Old Mrs. Hendersons“, den Freddie für eine Geburtstags-Party komplett umdekorieren ließ. Motto: Black & White.
Mercurys Münchner Jahre gelten als seine kreativsten, auch sein erstes Soloalbum „Mr. Bad Guy“ entstand in dieser Zeit. Für die Nachwelt erhalten ist die Münchner Phase durch die Benennung der „Freddie-Mercury-Straße“ im Stadtteil Neuhausen und auch durch das Video zum Solo-Hit „Living On My Own“, 1985 eben von Rudi Dolezal im „Hendersons“-Club gedreht.
Dolezals Buch „My Friend Freddie“ ist mittlerweile in sechs Sprachen erschienen. Morgen ab 19 Uhr macht er im Austropop-Museum in Fürstenfeld eine Spezial-Leseshow, in der er aufzeigt, was Mercury und Falco verbunden hat.
Zur Rocklegende
Geboren wurde Mercury am 5. 9. 1946 auf der ostafrikanischen Insel Sansibar.
Nach schleppendem Beginn gelang 1974 seiner Band mit Mercurys Komposition „Killer Queen“ der Durchbruch. Die markante Melodie fokussierte plötzlich die Aufmerksamkeit auf eine Rockformation, die sich optisch wie künstlerisch in einem äußerst auffälligen Stil präsentierte.
Nur ein Jahr später sprengte Mercurys „Bohemian Rhapsody“ sämtliche Grenzen des Konventionellen. Allein für Queen schrieb Mercury rund 60 Songs.
Eine offizielle Begräbnisstätte des Queen-Sängers gibt es übrigens nicht, Ziel vieler „Mercury-Pilger“ ist eine überlebensgroße Statue am Ufer des Genfer Sees in Montreux – mit der von Brian May ersonnenen Inschrift „Lover Of Life, Singer Of Songs“.
Linear läuft die Doku am 5. September um 18.30 Uhr auf RTL Nitro; gestreamt werden kann sie auf RTL+.

Weitere Buchtipps neben Dolezals Buch: „Freddie Mercury – Ein Leben in Songs. Mit Mary Austin“, Verlag C.H. Beck, 320 Seiten.„Mercury in München – Seine besten Jahre“ von Nicola Bardola, erweiterte Ausgabe von 2021, Heyne Verlag, 496 Seiten.