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Jacques Lemans sperrte Geschäft am Jacques-Lemans-Platz zu

Vor drei Jahren taufte Klagenfurt einen Platz nach dem Uhrenhersteller Jacques-Lemans. Nun ist der Flagshipstore des Unternehmens vor Ort geschlossen.

Alfred und Andreas Riedl bei der Eröffnung des Stores im Jahr 2023 mit Bürgermeister Christian Scheider
© Hannes Krainz/ Stadtkommunikation
Alfred und Andreas Riedl bei der Eröffnung des Stores im Jahr 2023 mit Bürgermeister Christian Scheider
Claudia Lepuch
Redakteurin Regionalredaktion Klagenfurt

Wer dieser Tage am Jacques-Lemans-Flagshipstore in Klagenfurt vorläuft, blickt in verdunkelte Schaufenster. Die Geschäftsräume sind seit einigen Wochen geschlossen. Auch im Storefinder auf der Webseite des Kärntner Uhrenherstellers ist die ehemals größte Dependance nicht mehr zu finden.

„Wir entwickeln den bisherigen Standort derzeit weiter und prüfen ein neues Nutzungskonzept. Nähere Informationen werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben“, sagt Gründer Alfred Riedl, dem auch das Gebäude gehört. Auf Nachfrage teilt das Unternehmen mit, dass die Verkaufsfläche weiterhin als solche genutzt werden soll. In welcher Form und von wem, sei allerdings noch nicht entschieden. Als Marke wolle Jacques Lemans jedenfalls weiterhin vor Ort präsent bleiben.

Viele Kontroversen

Die Eröffnung des Geschäfts vor drei Jahren verlief nicht ohne politische Kontroverse. Bürgermeister Christian Scheider (FSP) benannte damals per Notfallparagraf einen Teil der Domgasse in Jacques-Lemans-Platz um. „Ich bin stolz, dass sich Familie Riedl mit ihrem Unternehmen in unserer Landeshauptstadt ansiedelt“, begründete Scheider den Schritt damals. Im darauffolgenden Jahr zeigte sich Riedl dem Bürgermeister jedenfalls gewogen: Wie die Plattform Mediapartizan berichtete, gewährte er dessen Gemeinderatsfraktion einen Kredit von 30.000 Euro.

Christian Scheider: „Wir werden den weiteren Verlauf des Geschäftes beobachten.“
© Helmuth Weichselbraun
Christian Scheider: „Wir werden den weiteren Verlauf des Geschäftes beobachten.“

Angesichts der aktuellen Entwicklungen drängt sich folgende Frage auf: Was wird aus dem Jacques-Lemans-Platz, wenn der namensgebende Flagshipstore nicht mehr so heißen sollte? „Wir werden den weiteren Verlauf des Geschäftes beobachten“, sagt Scheider. Handlungen würden erst gesetzt, wenn sie notwendig seien. „Sollte das Geschäft wider Erwarten umbenannt werden, werde ich den Namen des Platzes auch zur Diskussion stellen.“