Junge Rechtsanwältin eröffnete ihre Kanzlei in St. Veit
Athena Breitenhuber ist die neue Rechtsanwältin in St. Veit. Die 30-jährige Klagenfurterin eröffnete ihre Kanzlei in der Gerichtsstraße.

Im Juli wurde die Klagenfurterin Athena Breitenhuber vom Präsidenten der Kärntner Rechtsanwaltskammer, Bernhard Fink, feierlich als Rechtsanwältin angelobt – keine zwei Monate später bezog sie nun ihre eigene Kanzlei in der Gerichtsstraße 8 in St. Veit. „Ich hoffe, viele nette Mandanten kennenzulernen und spannende Fälle bearbeiten zu können“, erzählt die 30-Jährige mit einem Lächeln.
Als Standort hat sie sich nicht ohne Grund die Herzogstadt ausgesucht. „Als Studentin habe ich bei Rechtsanwalt Paul Wolf gearbeitet, der damals in St. Veit war“, blickt Breitenhuber zurück. „Ich habe dieses familiäre Umfeld hier genossen, daher hatte ich diese Stadt immer im Hinterkopf.“
Einige Umbauarbeiten
Die Kanzlei wird als Kooperation mit „Reif und Partner“, die auch eine Ausbildungskanzlei von Breitenhuber war, geführt. Für „Reif und Partner“, bei der die Rechtsanwältin als geschäftsführende Gesellschafterin fungiert, ist es nach Graz, Wien, Villach, Feldbach, Kapfenberg und Mürzzuschlag bereits die siebente Kanzleistelle in Österreich.

Bevor die 30-Jährige ihre eigene Kanzlei allerdings beziehen konnte, mussten noch einige Umbauarbeiten erledigt werden. In den Räumlichkeiten ordinierte nämlich zuvor Allgemeinmedizinerin Gabriele Archimandritis. „Im März haben wir mit den ersten Arbeiten begonnen. Zwei Monate hat es gedauert, bis das Gröbste fertig war“, erzählt Breitenhuber. So wurde aus einer Arztpraxis langsam eine Rechtsanwaltskanzlei. Kleinere, aber notwendige Arbeiten, werden aktuell noch abgeschlossen.
Vorurteile gegenüber jungen Anwältinnen
Die Klagenfurterin, die ihr Studium in Wien absolviert hat, ist unter anderem spezialisiert auf Schadensersatz-, Versicherungs- und Baurecht sowie auf Scheidungs- und Familienrecht. Durch die Eröffnung ihrer Kanzlei steigt der Frauenanteil in der Herzogstadt auf 31 Prozent. In der männerdominierten Branche sei ihr aufgefallen, dass man als junge Anwältin immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen hat. „Ich denke schon, dass es schwierig ist, als junge Frau wahrgenommen zu werden. Man wird sehr oft unterbrochen, daher ist ein selbstbewusstes Auftreten umso wichtiger.“
Man müsse sich den Respekt verdienen, „wobei ich aber auch glaube, dass es allen jungen Kollegen und Kolleginnen diesbezüglich ähnlich geht“. Jungen Frauen möchte sie vor allem eines mit auf den Weg geben: „Man soll an sich glauben. Wenn man einen Traum hat, soll man diesem nachgehen – nur so kann man in einer solchen Branche Fuß fassen.“