Nach Wetterextremen: Land Tirol greift Bauern unter die Arme
Trockenheit und Hitze setzen dem Grünland zu. Auch landwirtschaftliche Betriebe in Osttirol können heuer eine neue Förderaktion des Landes Tirol nutzen.
Eine dichte, leistungsfähige Wiese ist für viele landwirtschaftliche Betriebe eine wichtige Grundlage. Sie liefert das Grundfutter für Rinder und Milchvieh. Die Trockenheit und die Hitze machen sich allerdings zunehmend bemerkbar. Wo die Grasnarbe ausdünnt und Lücken entstehen, gehen Ertrag und Futterqualität zurück. Das Land Tirol will betroffene Betriebe deshalb heuer mit einer eigenen Förderaktion unterstützen. Insgesamt stehen 300.000 Euro zur Verfügung. Gefördert wird die Nachsaat mit standort- und nutzungsangepasstem Qualitätssaatgut. Auch eine Nachsaat mit eigener geeigneter Technik ist förderfähig.
Dabei geht es nicht nur darum, bereits entstandene Schäden zu beheben. Die Grünlandbestände sollen auch besser mit den kommenden Herausforderungen zurechtkommen. Trockenheitsresistentere und passende Pflanzen sollen dabei helfen, auch bei schwierigeren Bedingungen ausreichend Futter zu produzieren. „Wir müssen vorausschauend handeln und unsere Landwirtschaft fit für die kommenden Jahre machen. Trockenheit und Hitze setzen dem Grünland zunehmend zu“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. Die Maßnahme sei eine Investition in Futterqualität, stabile Erträge und die Zukunft der Grünlandwirtschaft.
Auch Eigenleistung wird gefördert
Die aktuelle Aktion knüpft an das frühere Programm „Klimafittes Grünland“ an. Bereits 2020 und 2021 konnten Landwirte Unterstützung für die Verbesserung ihrer Wiesen erhalten. Damals nutzten mehr als 1000 Betriebe in Tirol die Möglichkeit und säten auf rund 3100 Hektar trockenheitsresistente Grünlandpflanzen nach. Neu ist heuer, dass auch Nachsaaten in Eigenmechanisierung beziehungsweise durch Maschinengemeinschaften unterstützt werden. Die Arbeiten müssen also nicht zwingend über den Maschinenring durchgeführt werden.
Pro Hektar verbesserter Grünlandfläche gibt es 220 Euro Zuschuss. Gefördert werden Nachsaaten und umbruchlose Neuansaaten von Dauergrünlandbeständen. Auch bereits seit 1. August durchgeführte Maßnahmen können rückwirkend berücksichtigt werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Antragstellung erfolgt in Osttirol über die Regionalstelle des Maschinenring Tirols in der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße 4, 9900 Lienz. Anträge können noch bis 30. September gestellt werden.