„Rettung der Allee“: Bauarbeiten in der Kaiserfeldgasse starten
Lange diskutiert, dann verschoben, aber jetzt ist es soweit: Die Baustelle in der Kaiserfeldgasse wird eröffnet. Am Ende stehen eine Begegnungszone und die Rettung der historischen Lindenallee. Auch die EU zahlt mit.

Trotz Sparvorgaben kommt nun eine neue, große Baustelle im Herzen der Grazer Altstadt ins Rollen: Die Kaiserfeldgasse und in weiterer Folge Teile der Schmied- und Raubergasse werden zu einer Begegnungszone umfunktioniert. Davor werden Wasser-, Strom-, Fernwärme- und Telekommunikationsleitungen erneuert. Zentrales Anliegen der Baustelle ist aber auch, dass einiges so bleibt, wie es ist. Konkret: die bestehende Lindenallee. Die Bäume brauchen dringend mehr Platz in der Erde, 51 Baumstandorte werden daher saniert.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,3 Millionen Euro, wobei 1,5 Millionen aus einem EU-Fördertopf und vom Land Steiermark kommen. „Mehr Platz für die Wurzeln, mehr Regenwasser für die Bäume und mehr Schatten für die Menschen: Genau so passen wir unsere Innenstadt an die immer heißeren Sommer an“, sagt Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne). Wobei schon jetzt klar ist: Einige Linden sind in so schlechtem Zustand, dass sie gefällt werden müssen. Sie werden nachgepflanzt. Am Ende werden sogar 13 Silberlinden mehr stehen. Dazu kommen sieben neue Stadtulmen in der südlichen Raubergasse und fünf Amerikanische Zürgelbäume in der Schmiedgasse. Diese gelten als besonders klimafit und eignen sich gut für den innerstädtischen Straßenraum.

Kaiserfeldgasse ist für Pkw und Räder gesperrt, für Fußgänger offen
Die Bauarbeiten werden in drei Abschnitten durchgeführt und dauern bis September 2027. Abschnitt eins umfasst die Kaiserfeldgasse von der Neutorgasse bis zur Raubergasse. Zusätzlich wird im südlichen Bereich der Raubergasse bis zum Joanneumring die Fernwärmeleitung saniert. Dieser Abschnitt soll bis April 2027 fertig sein. Bis dahin ist dieser Bereich für Pkw- und Radverkehr komplett gesperrt. Ausgenommen sind, soweit möglich, Zufahrten von Anrainern zu privaten Stellplätzen und Garagen. Für Fußgänger bleibt der Abschnitt stets offen, auch die Lokale und Geschäfte sind so erreichbar.
„Wir wissen, dass eine Baustelle für Anrainer und Betriebe mit Belastungen verbunden ist. Deshalb setzen wir die Arbeiten bewusst in Etappen um und achten darauf, die Erreichbarkeit bestmöglich zu sichern“, so Schwentner.


