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Erstmals eine Frau: Emma Delaney startet als neue OMV-Chefin

Die gebürtige Irin Emma Delaney (54) hat mehr als 30 Jahre lang für BP gearbeitet. Am 1. September übernimmt sie den OMV-Vorstandsvorsitz – und ist damit die erste Frau im Chefsessel von Österreichs größtem Unternehmen.

Emma Delaney
Emma Delaney
Eva Gabriel
Wirtschaft

Neben ihrer Muttersprache Englisch spricht sie auch Deutsch, Französisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Indonesisch und Mandarin. Auch ihre Karriere ist international: Emma Delaney studierte Wirtschaftswissenschaften am Trinity College in Dublin und schloss ihren Master in Management an der ESCP Business School in Paris ab. Im Anschluss arbeitete sie ab 1995 mehr als 30 Jahre für den britischen Mineralölkonzern BP mit Hauptsitz in London, wo bis zuletzt einen Geschäftsbereich mit mehr als 50.000 Mitarbeitern in 50 Ländern leitete, als Vorständin für die Bereiche Kraft- und Biokraftstoffe, Industrie- und Fahrzeugschmierstoff-Herstellung sowie Luftfahrkraftstoffe und E-Mobilität.

Konzern-Transformation vorantreiben

Am 1. September tritt die 54-jährige Irin die Nachfolge von OMV-Vorstand Alfred Stern an, der die Führung von Österreichs größtem Industriekonzern im September 2021 übernommen hatte. Unter seiner Führung trieb die OMV den strategischen Umbau weg vom klassischen Öl- und Gasgeschäft hin zur Chemie und Kreislaufwirtschaft voran. Ein Kurs, den Delaney nun weiter forcieren soll.

Die gebürtige Dublinerin ist die erste Frau an der Spitze des börsennotierten Unternehmens. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist sie auch generell, sind doch Frauen in österreichischen Unternehmen immer noch stark unterrepräsentiert. Unter den ATX-Unternehmen dürfte Delaney überhaupt die einzige Frau im Sessel einer Vorstandsvorsitzenden sein. Zuletzt war dieser Kreis nach dem Ausscheiden der CPI-Europe-Chefin Radka Doehring im Sommer 2025 rein männlich besetzt.

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Delaney-Vorgänger Alfred Stern
Delaney-Vorgänger Alfred Stern © APA/Techt

„Delaney ist eine Punktlandung“

Die Laufzeit ihres Mandats beträgt drei Jahre – inklusive einer Verlängerungsmöglichkeit von weiteren zwei Jahren bei beidseitigem Einvernehmen. Aufsichtsratschef Lutz Feldmann hält Delaney für „eine herausragende und hochqualifizierte CEO-Kandidatin, die aufgrund ihrer weitreichenden Branchen- und Managementerfahrung alle Voraussetzungen erfüllt, um die OMV erfolgreich führen zu können“. Für Edith Hlawati, die stellvertretende OMV-Aufsichtsratsvorsitzende ist die Bestellung „eine Punktlandung". Emma Delaney werde der OMV eine noch stärkere internationale Sichtbarkeit geben.

Die OMV erzielte 2025 mit weltweit rund 22.300 Beschäftigten einen Umsatz von 24 Milliarden Euro. Das Unternehmen hält unter anderem strategische Beteiligungen an der OMV Petrom und Borouge International. Forbes zählt das Unternehmen zu den 2000 weltweit größten Unternehmen.

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