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„Winterlandschaft“: Adria-Strand plötzlich ganz in Weiß

Ein Hagelsturm fegte am Freitagabend über die norditalienische Region Venetien hinweg – und sorgte am Lido von Venedig für einen ungewöhnlichen Anblick.

Weiße Strände statt Sommeridylle: Ein heftiger Hagelsturm hat am Freitagabend den Lido von Venedig getroffen und den Strand zeitweise in eine „Winterlandschaft“ verwandelt. In sozialen Medien sorgten die Bilder für Staunen, Nutzer verglichen den ungewöhnlichen Anblick mit „Schnee mitten im Sommer“.

Der weiße Strand am Lido war die Folge eines Unwetters, das weite Teile Venetiens mit voller Wucht traf. Heftige Gewitter, Sturm, Starkregen und Hagel zogen am Freitag über die norditalienische Region. Besonders betroffen waren die Gebiete rund um Venedig und Verona. Die Feuerwehren mussten rund 350 Einsätze abarbeiten, berichtete die staatliche Rundfunkanstalt RAI. Umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer, Überflutungen sowie abgerissene Masten und Leitungen sorgten für zahlreiche Notrufe. Der Präsident der Region Venetien, Alberto Stefani, rief den regionalen Notstand aus. Die vollständige Schadensbilanz steht noch aus.

Dom beschädigt

Ein schweres Unwetter hat am Freitag auch im norditalienischen Cremona erhebliche Schäden angerichtet. Eine Turmspitze des historischen Doms wurde beschädigt, das Dach des Bürgerturms im Stadtzentrum wurde teilweise abgedeckt. Auch am Rathaus, an Wohnhäusern und zahlreichen Autos entstanden Schäden. Rund 40 Menschen mussten nach dem Unwetter medizinisch behandelt werden. Sie wurden von Hagelkörnern, herabfallenden Dachziegeln, Fassadenteilen oder anderen Trümmern getroffen. Am Freitagnachmittag zog eine Windhose, begleitet von heftigen Gewittern, Hagel und starken Böen, über die lombardische Stadt hinweg. Besonders betroffen war das historische Zentrum mit dem Dom und dem Rathaus.

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Hitzewelle in Italien

Das Unwetter folgte auf eine außergewöhnliche Hitzewelle. In Teilen Italiens wurden am Freitag Temperaturen von bis zu 46 Grad gemessen. Besonders heiß war es auf Sardinien und Sizilien. Auch in Rom wurden rund 41 Grad erreicht.

Erst in der Vorwoche gab es kräftige Unwetter an der Adria. Schäden wurden aus Badeorten wie Lignano oder Grado gemeldet.

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