Sturm stehen gegen Rapid zwei neue Optionen zur Verfügung
Die schwarz-weißen Neuwerbungen Valmir Matoshi und Joshua Quarshie stehen im heutigen Spiel (17 Uhr, Sky live) gegen Rapid wohl im Spieltagskader.
An die jüngsten beiden Duelle zwischen dem SK Sturm und Rapid erinnern sich die Grazer Fans sehr gerne. Am 17. Mai 2026 verabschiedete sich Stefan Hierländer mit einem traumhaften Freistoß-Treffer zum 2:0-Sieg in die Fußball-Pension. Es war ein versöhnlicher Saisonabschluss, obwohl die Titelverteidigung nicht geschafft wurde. Im Aufeinandertreffen davor gingen die Schwarz-Weißen ebenfalls als Sieger vom Platz. Albert Vallci und Seedy Jatta sorgten in Hütteldorf für einen 2:0-Sieg.
„Daran erinnern wir uns gerne“, sagt der damalige Torschütze Vallci. Er weiß aber auch: Im Fußball zählt nur die Gegenwart. „Spiele gegen Rapid sind immer ein Erlebnis, allein wegen der Fankulisse ist jedes Duell ein Highlight. Rapid hat eine gute Mannschaft, wir müssen verhindern, dass sie ihr Spiel aufziehen“, meint „Bertl“ wie er von seinen Kollegen genannt wird. Der Innenverteidiger sagt aber auch klipp und klar, dass es von Sturm eine Leistungssteigerung in allen Belangen braucht, um im Allianz-Stadion bestehen zu können. „Es braucht von uns mehr Intensität, mehr Dynamik, mehr Härte in den Zweikämpfen und mehr Konzentration in unserem Passspiel. Wir können es, wir müssen unsere Stärken nur auf dem Platz bringen“, so Vallci.
Die Leistungen gegen Altach (1:0) und Austria Lustenau (1:1) waren gelinde gesagt mager. Möglich, dass Trainer Fabio Ingolitsch Umstellungen vornehmen wird. Die Chance, dass Daniil Khudykov ins Tor zurückkehrt, ist minimal, seine Rückenbeschwerden sind in den vergangenen Tagen nicht wirklich besser geworden. Otar Kiteishvili und Filip Rozga sind kein Thema für den Spieltagskader.
Dafür hat man mit den beiden Neuerwerbungen Valmir Matoshi und Joshua Quarshie neue Optionen. Matohsi ist ein typischer „Box-to-Box“-Spieler. Seine Laufwerte sind überdurchschnittlich hoch, heißt es. Auch Innenverteidiger Quarschie hat enormes Tempo, wenn er mit seiner Körperhöhe von fast zwei Metern auf Touren gekommen ist. Er ist nicht nur schnell, „sondern ein richtiger Herr. Ich bin 1,93 Meter groß. Und wenn ich einmal hinauf schauen muss, müssen das bei ihm fast zwei Meter sein“, sagt Vallci mit einem Schmunzeln. Beide Neuzugänge sind nach Aussage von Ingolitsch bereits Thema für den Spieltagskader. In den Trainingseinheiten habe man das Duo bestmöglich mit Sturms Spielidee vertraut gemacht.
Das Bruderduell zwischen Sturms Simon Seidl und Rapids Matthias Seidl „wird von manchen Medien hochgespielt“, sagt Simon. Er habe ja schon mit Blau-Weiß Linz gegen seinen Bruder gespielt. Für ihn sei es deshalb nicht wirklich etwas Besonderes, wieder gegen den Rapid-Kapitän und seine Mannschaft zu spielen. Und doch: Die „Smartphone-Funkstille“ mit seinem Bruder die es in der Woche vor etwaigen Spielen gegeneinander gibt, ist nach wie vor ungewohnt.
