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Neue Vorwürfe gegen türkischen Komiker verhindern Enthaftung

Der im Juli wegen angeblicher Beleidigung von Staatschef Recep Tayyip Erdogan festgenommene türkische Komiker Deniz Göktas kommt trotz seiner erfolgreichen Berufung gegen seine Inhaftierung nicht auf freien Fuß. Ein Gericht ordnete am Freitag zwar seine Freilassung an, doch die Staatsanwaltschaft erhob in einem anderen Fall Anschuldigungen gegen den 32-Jährigen, wie der türkische Sender NTV berichtete. Dies habe zu seiner erneuten Festnahme geführt.

Die angebliche Beleidigung von Präsident Erdogan brachte Göktas in Haft
© APA/AFP
Die angebliche Beleidigung von Präsident Erdogan brachte Göktas in Haft

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Stand-up-Komiker demnach vor, bei einem seiner Auftritte "ein Verbrechen und einen Straftäter verherrlicht" zu haben. Göktas' Anwalt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der Komiker war Anfang Juli am Istanbuler Flughafen festgenommen worden. Ihm wurde zur Last gelegt, den Islam und Präsident Erdogan beleidigt zu haben. Die türkischen Behörden hatten zuletzt ihr Vorgehen gegen Kritiker der Regierung verschärft, unter ihnen Musiker, Künstler, Journalisten und oppositionelle Politiker. Im Vorfeld des NATO-Gipfels Anfang Juli in Ankara kam es zu einer Festnahmewelle in der Türkei.