Für sportliche Nutzung der Mur und gegen ein neues Kraftwerk
Die neunte Auflage eines Bootsmarathons namens „Mur-Challenge“ steigt am 26. September. Einer der Erfinder sieht darin auch eine umweltpolitische Dimension.
45 Kilometer auf der Mur, Muskelkraft statt Motor und ein internationales Teilnehmerfeld: Am Samstag, 26. September, geht die neunte Auflage der „Mur-Challenge“ über die Bühne. Der Boots- und Paddelmarathon führt vom Campingplatz Murinsel in Großlobming bis zum Stadtkai in Leoben. Dabei geht es für die Teilnehmer nicht nur um schnelle Zeiten, sondern auch um Ausdauer und das gemeinsame Erlebnis auf der Mur.
„Kein Kraftwerk“
Einer der Väter dieser Veranstaltung ist der frühere Murtaler Tourismuschef Hans Köstner: „Es handelt sich hier um die längste, nicht von Kraftwerken unterbrochene Strecke auf der Mur. Diese 45 Kilometer sollten für nachfolgende Generationen so erhalten bleiben, wie sie sind“, sieht er in der Veranstaltung auch eine umweltpolitische Dimension. Ein Kraftwerksprojekt in St. Michael ist schon seit Jahren im Gespräch.
Kurzer Landausflug
Aber zurück zur Mur-Challenge: Um 11 Uhr erfolgt in Großlobming der Start in Gruppen von maximal 15 Booten. Zugelassen sind unter anderem Kajaks, Kanus, Stand-up-Paddle-Boards und Rafts. Rund 30 Kilometer nach dem Start wartet in St. Michael eine Besonderheit: Dort müssen die Teilnehmer aus dem Wasser und ihre Boote rund 200 Meter über Land tragen. Danach geht es zurück auf die Mur und auf den letzten Abschnitt Richtung Leoben.
Kürzere Variante
Die Mur-Challenge kann auch auf einer kürzeren Strecke bestritten werden. Der 14-Kilometer-Bewerb von St. Michael nach Leoben wird gegen 13 Uhr gestartet und ist unter anderem für SUP, Rafts und offene Klassen ausgeschrieben.
Die ersten Teilnehmer werden gegen 13.30 Uhr im Ziel in Leoben erwartet. Um 18 Uhr steht dort die Siegerehrung auf dem Programm. Für die Sicherheit gelten klare Regeln: Helm, Schwimmweste und Schuhe sind für alle Teilnehmer Pflicht. Alle Informationen unter mur-challenge.at.