Mit viel Herzblut und Elan zu gleichwertiger Bildung
Florian Gruber ist mit 29 Jahren der neue Leiter des Pflichtschulclusters Deutschfeistritz. Seine Vision: Chancengleichheit für alle Kinder und Schulformen.

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“ Das sagte schon Nelson Mandela. Das österreichische Bildungssystem stand in den letzten Jahren oft stark unter Kritik. Vor allem die Chancenungleichheit im System stand dabei oft im Fokus. Mit der Einführung der Schulautonomie hoffen viele auf Lösungsansätze. So auch Florian Gruber. Mit nur 29 Jahren ist er Leiter des Pflichtschulclusters Deutschfeistritz. Mit viel Herzblut und Motivation wollen er und sein Team, durch die Schulautonomie, den Standort zukunftsorientierter gestalten. Der Fokus liegt auf Chancengleichheit, Bewegung und Sport und individueller Talentförderung.
Der gebürtige Kleinstübinger wusste früh, dass er in die Bildung gehen möchte. „Wir haben hier die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Das ist Gold wert“, so Gruber. Nach der Matura begann er das Lehramtsstudium in Deutsch und Bewegung und Sport. Relativ schnell merkte Gruber die Probleme im Bildungssystem. „Ich wollte etwas verändern. Mein Herzblut liegt in der Verantwortung“, erzählt er.
Viele Standorte, eine Vision
Der Plan gelingt. Mit nur 29 Jahren den Pflichtschulcluster Deutschfeistritz zu leiten ist für ihn eine große Ehre. Damit ist Gruber verantwortlich für rund 70 Lehrpersonen und 584 Kinder. Der Cluster beinhaltet zwei Volksschulen, eine Mittelschule mit sportlichem Schwerpunkt aber auch eine polytechnische Schule. Viele kleine individuelle Standorte. Als Cluster könne man gemeinsam vieles weiterentwickeln.
Gruber möchte, dass die einzelnen Standorte ihre Identität wahren können. Die Zusammenarbeit soll trotzdem auch schulübergreifend sein. Der Übergang zwischen den Schulen soll erleichtert werden. „Unser Ziel ist es, nicht nur einzelne Bildungsmöglichkeiten zu bieten, sondern eine ganze Laufbahn“, so Gruber.
Übergang zwischen Schulformen soll erleichtert werden
Der Wechsel zwischen Volksschule und Unterstufe ist für viele Kinder oft besonders schwer, wenn sie plötzlich aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden. Auch Chancengleichheit für die Mittelschulen soll gefördert werden. „Oft wird eine Mittelschule gegenüber einem Gymnasium als minderwertig betrachtet. Ein Falschdenken“, meint Gruber. Allen Schulen sollen die gleichen Möglichkeiten geboten werden. „Wir wollen ein gemeinsames Leitbild und Entwicklungsziele. Eine Shared Vision“, so Gruber.