Bande hat es auf Bäder abgesehen – in Haus klickten die Handschellen
Eine Einbrecherbande, die Schwimmbäder in mehreren Bundesländern ins Visier genommen hat, hat die Polizei in der Nacht auf Sonntag in Haus im Ennstal festgesetzt.
Es begann harmlos, schnell aber stellte sich heraus, dass der Polizei da drei nicht ganz so kleine Fische ins Netz gegangen waren. In der Nacht auf Sonntag nämlich hielt eine Streife in Haus im Ennstal ein Auto mit britischem Kennzeichen an und nahm es im Anschluss unter die Lupe. Was bei der Kontrolle auftauchte, waren zahlreiche Einbruchswerkzeuge und Maskierungen.
Fast zeitgleich kam auf, dass ins Hauser Schwimmbad eingebrochen worden war. Für die drei Fahrzeuginsassen – zwei 44 Jahre alte Rumänen und einen 40 Jahre alten Moldawier – klickten sofort die Handschellen.
Zwei Einbruchsserien
Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Trio zwei Einbruchsserien nachgewiesen werden, und das in beinahe allen Bezirken der Steiermark, im Süden des Burgenlands und Niederösterreichs sowie im Osten Kärntens. Als Ziele hatten die drei Männer stets Frei- und Hallenbäder auserkoren.
„Die erste Serie dauerte von 22. Juni bis 1. Juli und ergab acht vollendete und zwei versuchte Einbrüche. Die zweite Serie begann am 2. August und dauerte bis zum Einbruch in Haus im Ennstal. Dabei waren 21 vollendete und drei versuchte Taten zu verzeichnen“, berichtet die Polizei. Auch der Einbruch im Gleisdorfer Wellenbad in der Nacht auf den 8. August dürfte demnach auf das Konto der Bande gehen. Damals wurde der Tresor aufgebrochen, es entstand hoher Sachschaden.
Ein Verdächtiger gestand
Bei der Einvernahme legte ein Verdächtiger ein umfassendes Geständnis ab. Er erklärte, die Einbrüche gemeinsam mit seinen beiden Komplizen begangen zu haben – das Motiv: Geldmangel. Die beiden anderen Festgenommenen zeigten sich wiederum „nur teilgeständig und beschuldigten sich gegenseitig“, so die Polizei. Das Trio wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Jakomini gebracht.
