Sieben Verletzte binnen drei Stunden bei Unfällen in Osttirol
Bei drei Unfällen in Osttirol innerhalb von drei Stunden wurden sieben Personen verletzt. Sie mussten in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden.
Sieben Verletzte binnen weniger als drei Stunden, so die Bilanz von drei Verkehrsunfällen am Sonntag in Osttirol. Der erste Unfall ereignete sich gegen 12.20 Uhr: Ein 58-jähriger Österreicher fuhr zu diesem Zeitpunkt mit seinem Auto auf der Defereggentalstraße im Gemeindegebiet von Kals am Großglockner taleinwärts. Unmittelbar dahinter fuhr eine italienische Gruppe, bestehend aus sieben Motorradfreunden aufgeteilt auf fünf Motorrädern.
Römer über Kotflügel geschleudert
Als das Auto des 58-Jährigen in eine Hauseinfahrt ausfuhr, setzte der erste Motorradfahrer der dahinterfahrenden Gruppe – es handelte sich dabei um einen 26-jährigen Römer – zum Vorbeifahren an. Der Autolenker fuhr jedoch wieder auf die Fahrbahn ein, um ein Wendemanöver durchzuführen. Der Motorradlenker konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte gegen das Auto. In weiterer Folge wurde er über die linke Seite des vorderen Kotflügels des Autos geschleudert.
Dadurch erlitt er Verletzungen unbestimmten Grades am gesamten Körper und musste nach Erstversorgung an der Unfallstelle vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Lienz eingeliefert werden.
Vier Verletzte in zwei Autos
Dann, gegen 13 Uhr, ereignete sich auf der Felbertauernstraße schon der nächste Unfall: Eine 64-jährige Österreicherin fuhr dort mit ihrem Auto von Lienz kommend in Fahrtrichtung Matrei. Im Gemeindegebiet von Matrei beabsichtigte sie dann, bei einer dortigen Tankstelle zu tanken. Dafür brachte sie ihr Fahrzeug zum Stillstand und beabsichtigte, sobald es der Gegenverkehr erlaubte, nach links einzubiegen.
Zur gleichen Zeit fuhr ein 39-jähriger Österreicher mit seinem Auto und unmittelbar dahinter dessen Sohn – ein 19-jähriger Österreicher – mit dessen Pkw auf demselben Streckenabschnitt in die gleiche Richtung. Dann bremste der Vater sein Fahrzeug aufgrund des Abbiegevorgangs des vor ihm befindlichen Autos ab. Seinen Sohn dürfte das überrascht haben, denn unmittelbar bevor das Auto zu Stillstand kam, fuhr ihm sein Sohn auf das Heck auf. Daraufhin wurde der Wagen des Vaters auf den bereits nach links einbiegenden Pkw der 64-Jährigen aufgeschoben. Dabei entstand an den drei Fahrzeugen erheblicher Sachschaden.
Während die 64-Jährige bei dem Unfall unverletzt blieb, zogen sich der 39-Jährige, seine 39-jährige Beifahrerin sowie der 19-Jährige und dessen 19-jährige Beifahrerin Verletzungen unbestimmten Grades zu. Sie mussten von mehreren Rettungswagen ins Krankenhaus nach Lienz eingeliefert werden. Auf der Straße wurde während der Unfallaufnahme und der Fahrzeugbergung eine wechselseitige Verkehrsregelung durchgeführt.
Fahrer und Ehegattin verletzt
Nur weitere zwei Stunden später ereignete sich dann der dritte Unfall binnen kurzer Zeit in Osttirol: Gegen 15 Uhr fuhr ein 62-jähriger Österreicher mit seinem Motorrad von der Mautstelle Felbertauernstraße-Südportal kommend auf der Privatstraße P1 in Fahrtrichtung Matrei. Am Sozius befand sich seine Ehegattin, eine 55-jährige Österreicherin.
Im Gemeindegebiet von Matrei kam das Motorrad aus bislang ungeklärter Ursache zu Sturz, dabei zog sich das Ehepaar schwere Verletzungen zu. Der 62-Jährige musste nach notärztlicher Erstversorgung vom Notarzthubschauber C4 mit Oberkörperverletzungen ins Krankenhaus nach Zell am See und die 55-Jährige mit Beinverletzungen von einem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus nach Lienz gebracht werden.