Ammar Helac als Sturms Lichtblick beim Debüt gegen Lustenau
Das 1:1 gegen Austria Lustenau sorgte beim SK Sturm für wenig Freude. Positiv hervorgehoben werden kann aber Tormann Ammar Helac, der sein Debüt feierte.
Die ersten Sorgenfalten bildeten sich bei Fans des SK Sturm bereits vor Anpfiff beim 1:1 gegen Aufsteiger Austria Lustenau. Stammtormann Daniil Khudyakov musste aufgrund einer Rückenverletzung passen, für ihn rückte Ammar Helac zwischen die Pfosten. Für den 28-jährigen Sommerneuzugang von Hartberg war es der erste Auftritt im Dress der Grazer und der Linzer lieferte eine tadellose Vorstellung.
„Man kann sich kein schöneres Debüt vorstellen, als vorm eigenen Publikum zu spielen. Am Freitag habe ich mich am Trainingsplatz gefragt, wo der ‚Khudi‘ ist und da habe ich dann schon gewusst, dass ich mich darauf einstellen kann, dass ich spielen werde“, erzählte Helac. Für ihn war es der zwölfte Auftritt in der Bundesliga, bisher ging er nur zweimal als Verlierer vom Platz. Beim Gegentreffer von Dominik Weixelbraun traf Helac keine Schuld, ansonsten wirkte er sicher und konnte sich immer wieder, wie zum Beispiel bei einem Freistoß von Weixelbraun, auszeichnen.
Der Fokus der Grazer sollte laut Trainer Fabio Ingolitsch darauf liegen, besser ins Spiel zu starten als zuletzt gegen Altach und Hartberg. Doch nach einer schwachen Startphase lag man bereits nach zehn Minuten zurück: „Wenn wir eine Erklärung hätten, würden wir es versuchen, zu ändern. Man gerät in eine kleine Negativspirale, wenn der Start verunglückt. Es ist dann extrem schwer, weil das in den Köpfen ist“, sagte Helac. Erstmals in dieser Saison hatte Sturm eine ganze Woche Zeit, sich auf den Gegner vorzubereiten, dennoch zeigte man laut Ingolitsch die schwächste Saisonleistung. „Englische Wochen waren Normalität und jetzt hatten wir den Rhythmuswechsel. Das ist aber keine Ausrede, wir sind Profis. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben gewusst, wie sie es wahrscheinlich anlegen werden und so haben sie auch gespielt“, erklärte Helac dazu.
Ob und wie lange Helac noch im Tor stehen wird, ist noch nicht klar. Der Schlussmann, für den Sturm bereits seine fünfte Station in der Bundesliga ist, versucht sich aber mit seiner Routine und Optimismus einzubringen: „Wir haben trotz des Rückstandes eine gute Reaktion gezeigt und trotzdem das Unentschieden gerettet. Das bessere Spiel wird mit der Zeit kommen. Harte Arbeit wird am Ende des Tages belohnt, das hat mir meine Karriere bisher gezeigt. Wir müssen immer versuchen, das Positive zu sehen.“