Feinste, reich nuancierte Poesie bei „Klassik im Burghof“
Michael Schade begeisterte mit einem „Best of“ im Klagenfurter Konzerthaus.

Nicht nur mit seiner Paradearie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus Mozarts „Zauberflöte“ gleich zu Beginn wusste Michael Schade bei seinem Konzert im Rahmen von Klassik im Burghof (wegen Schlechtwetters im Konzerthaus) reiche Emotionen auszuloten. Der Startenor gestaltete unter dem Motto „Best of Schade“ einen reichen Querschnitt durch sein großes Repertoire: Neben mehreren Liedern von Beethoven („Adelaide“) und Schubert („Der Neugierige“) faszinierte er ganz besonders mit Richard Strauss („Morgen“) – alle interpretiert mit ergreifendem Ausdruck, exemplarischer Textverständlichkeit und Phrasierungskunst.
Untrüglichen Sinn für Poesie
Schade hat einen untrüglichen Sinn für feinste Poesie und die richtige Stimmung: beinahe säuselnd, dann wieder kraftvoll und ganz selten ein bisschen scharf. Und um seine Vielseitigkeit zu beweisen, sang er auch Stücke von Händel (Arie aus „Semele“), Fritz Kreisler/John McCormack („Carmé“) und das Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“, bei dem alle mitsingen durften. Zudem erwies er sich auch als launiger Moderator.
Kongeniale Begleitung
Kongenial unterstützt wurde er von den einfühlsamen Begleitern Maximilian Krommer am Klavier und dem Geiger Johannes Fleischmann, die unter anderen mit einem Satz aus der Kreutzer-Sonate von Beethoven sowie der ungemein schön musizierten Meditation aus „Thais“ von Massenet auch solistisch glänzen konnten. Stehende Ovationen.