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In diesem Zimmer haben Kärntens Senioren die meisten Unfälle

17.800 Kärntner Senioren mussten im Vorjahr nach Unfällen in Krankenhäusern behandelt werden. In den eigenen vier Wänden ist das Risiko am höchsten.

Meistens verletzen sich Senioren bei Stürzen am Handgelenk, Unterarm oder Oberschenkel
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Meistens verletzen sich Senioren bei Stürzen am Handgelenk, Unterarm oder Oberschenkel

Für viele Menschen beginnt mit der Pension eine aktive Lebensphase, in der mehr Zeit für Familie, Bewegung und neue Hobbys bleibt. Die aktuellen Unfallzahlen zeigen, dass daher auch Unfallprävention in dieser Lebensphase zunehmend wichtiger wird: Mussten im Jahr 2015 noch rund 218.300 Unfallopfer ab 65 Jahren in Österreichs Spitälern behandelt werden, waren es 2025 bereits 266.100 – ein Anstieg um rund 23 Prozent und der höchste Wert seit das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) diese Fälle dokumentiert. Alleine in Kärnten landeten im letzten Jahr 17.800 Personen nach Unfällen im Spital.

Ein Teil dieser Entwicklung ist auch auf den Anstieg der Bevölkerung in dieser Altersgruppe zurückzuführen: Laut Statistik Austria gehörten 2025 in Österreich bereits rund 1,86 Millionen Menschen der Generation 65-Plus an. Seit 2015 ist diese Altersgruppe um 275.749 Personen bzw. um rund 17 Prozent gewachsen. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV, betont: „Älterwerden bedeutet nicht, auf Aktivität oder Selbstständigkeit verzichten zu müssen. Regelmäßige Bewegung und Sport tragen – neben einer sicher gestalteten Wohnumgebung – sehr gut dazu bei, das Unfallrisiko zu reduzieren. Prävention von Unfällen ist hierbei sehr wichtig, gleichzeitig kann damit aber auch das österreichische Pflegesystem entlastet werden.“ 

Stolperfallen

Tatsächlich passieren mit 64 Prozent die meisten Seniorenunfälle im Haushalt – an dem Ort, wo sich viele Betroffene oft besonders sicher fühlen. Das Wohnzimmer (17 Prozent), die Küche (12 Prozent) und das Schlafzimmer (11 Prozent) sind die unfallträchtigsten Bereiche in den eigenen vier Wänden. Mit Abstand die meisten Unfälle im Haushalt sind auf Stürze zurückzuführen. Meist werden diese durch Stolperfallen – wie etwa Kabel, Bodenunebenheiten oder herumliegende Gegenstände – sowie durch rutschige Böden ausgelöst. Aber auch auf Treppen kommt es immer wieder zu Stürzen.

Handgelenke, Unterarme, Oberschenkel

Knochenbrüche sind mit über 60 Prozent die häufigsten Verletzungsfolgen von Stürzen. Häufig sind die Handgelenke, Unterarme oder Oberschenkel betroffen – gerade Oberschenkelhalsbrüche sind schwerwiegende Verletzungen mit oft langwierigen Einschränkungen. Kopfverletzungen kommen zwar seltener vor, können jedoch besonders tragisch enden: Durch den Aufprall können eine Gehirnerschütterung oder Blutungen im Kopf entstehen – Senioren sind altersbedingt anfälliger dafür. Bei Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann das Risiko einer Blutung zusätzlich erhöht sein. Stürze, bei denen der Kopf am Boden aufprallt, sind daher umgehend ärztlich abzuklären. Beschwerden können teilweise erst zeitverzögert auftreten, daher kann abwarten fatal enden. 

Richtige Schuhwahl ist wichtig

Verletzungen können die Mobilität im Alltag vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und durch verschiedene Maßnahmen zu reduzieren. Trauner-Karner betont: „Regelmäßige Bewegung fördert Kraft, Gleichgewicht und Trittsicherheit. Aber auch kleine Anpassungen, die sich schnell in der Wohnumgebung umsetzen lassen, können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leisten. Dazu gehören eine gute Beleuchtung, das Entfernen von Stolperfallen, rutschhemmende Unterlagen sowie gut erreichbare Haltegriffe im Badezimmer. Auch gut sitzende und rutschfeste Schuhe können das Risiko für Sturzunfälle reduzieren. Wichtig ist es, diese Maßnahmen möglichst frühzeitig umzusetzen – nämlich bereits dann, wenn man sich noch gesund und fit fühlt.“