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Teures Gas: Erdgasversorgung im Winter „nicht akut gefährdet“

Gasspeicher in Österreich aktuell zu 64,2 Prozent gefüllt, 62 Prozent sind es EU-weit. Der Aufbau von Kapazitäten verläuft allerdings nur schleppend.

Die EU-Länder haben Schwierigkeiten, ausreichend Vorräte für die kalte Jahreszeit anzulegen
© KLZ / Mohssen Assanimoghaddam
Die EU-Länder haben Schwierigkeiten, ausreichend Vorräte für die kalte Jahreszeit anzulegen

Die Europäische Kommission sieht trotz eines schleppenden Aufbaus der Erdgasreserven vor dem Winter keine unmittelbare Gefahr für die Versorgungssicherheit in der EU. Die Speicher in der Staatengemeinschaft seien derzeit zu 62 Prozent gefüllt, teilte Kommissionssprecherin Eva Hrncirova am Donnerstag mit. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lag der Füllstand der EU-weiten Speicher nach Daten des Verbands Gas Infrastructure Europe noch bei 74 Prozent.

Die EU-Länder haben Schwierigkeiten, ausreichend Vorräte für die kalte Jahreszeit anzulegen. Grund dafür sind die hohen Erdgaspreise infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran, die Unternehmen vom Kauf des Brennstoffs abhalten.

Speicher in Österreich zu 64,2 Prozent gefüllt

In Deutschland sind die Speicher zu knapp über 50 Prozent gefüllt, was etwa 123,4 Terawattstunden (TWh) entspricht. Das deutsche Wirtschaftsministerium und der Präsident der dortigen Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatten zuletzt die Gashändler eindringlich aufgefordert, ihrer Verantwortung für die Wintervorsorge nachzukommen. Vor wenigen Tagen warnte auch der größte deutsche Gaskonzern Uniper, dass Deutschland ohne eine Beilegung des Konflikts um die Straße von Hormuz seine Speicherziele für den Winter verfehlen könnte. Bis November wird ein Füllstand von 70 Prozent angestrebt.

In Österreich sind die Gasspeicher laut AGSI-Datenbank von Gas Infrastructure Europe zurzeit zu 64,2 Prozent gefüllt, was 64,4 TWh entspricht.