14-Jähriger kümmert sich im Lienzer Tierheim um 56 Katzen
David Huber hilft ehrenamtlich im Osttiroler Tierheim in Lienz mit. Katzen, Hasen, ein Hund und Ratten werden von ihm versorgt. Sein Traumberuf? Tierarzt.
Der Wunsch nach einem eigenen Haustier war für David Huber der Beginn von etwas Großem. Als er seine Mama um eine Katze bat, stellte diese klar: Die Familie schafft sich nur dann einen felligen Wegbegleiter an, wenn sie diesen aus dem Tierheim abholt. Inzwischen kümmert sich der 14-Jährige zu Hause um zwei und im Osttiroler Tierheim in Lienz um 56 Katzen. „Eines Tages bin ich mit dem Fahrrad beim Tierheim vorbeigefahren und dachte mir, ich könnte mal nachfragen, ob es für mich irgendetwas zu tun gibt“, erinnert sich der Jugendliche. Gesagt getan: Seit Juli 2024 ist er fixer Bestandteil des Teams. Bei vereinzelten Startschwierigkeiten waren seine Kollegen und Kolleginnen immer zur Stelle. „Sie haben mich von Anfang an unterstützt. Ohne ihre Hilfe wäre ich sicher nicht so lange dabeigeblieben“, sagt Huber.
Während der Ferien – der Tierfreund wird ab dem nächsten Semester die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz besuchen – engagiert er sich zwei bis drei Tage die Woche. Doch auch während der Schulzeit ist es Huber wichtig, oft genug bei seinen tierischen Freunden vorbeizuschauen. „Neben den Katzen, die gepflegt, gefüttert und bei Bedarf mit Medikamenten versorgt werden müssen, haben wir unter anderem auch einen Hund, Hasen und vier Ratten. Zwei von ihnen sind sehr zutraulich, die anderen beiden eher nicht.“
Auch die Zukunft steht im Zeichen der Tierliebe
Ängstliche Tiere waren anfangs eine große Herausforderung für den Schüler. „Es gibt einige Katzen, die sehr aggressiv werden können. Man muss lernen, wie man am besten mit ihnen umgeht und Wege finden, damit sie zutraulicher werden“, sagt Huber, der Besucher gerne darüber informiert, wie der Tierschutz in der Organisation abläuft. Das Team freut sich immer über Zuwachs – doch nicht jeder Kandidat ist geeignet. „Man sollte sich schon vorab überlegen, ob man genug Zeit hat, vor allem wenn man jung ist und noch zur Schule geht. Man kann Interessierten schon viel beibringen, aber sie sollten sich trotzdem mit Tieren auskennen“, rät der 14-Jährige. An Motivation mangle es den Bewerbern nicht. „Viele sind sogar zu übereifrig. Einige Tiere brauchen Ruhe und Geduld. Man muss verstehen, dass man auf die individuellen Bedürfnisse der Tiere eingehen muss.“
Für Huber ist die Arbeit im Tierheim Leidenschaft und Hobby zugleich. Wenn er dennoch Zeit für andere Unternehmungen hat, drehen sich auch diese um die Tierwelt. „Mein Papa hat einen Bauernhof mit Pferden, mein Onkel Schafe, Ziegen und Kühe. Ich besuche sie immer gerne und helfe aus.“ Auch sein Berufswunsch orientiert sich an seiner großen Leidenschaft: „Ich würde gerne Tierarzt werden, stelle mir das Studium aber sehr schwierig vor. Ich denke aber, ich sollte es trotzdem probieren.“
Zur Organisation:
Das Osttiroler Tierheim in Lienz bietet verlassenen, abgegebenen oder zugelaufenen Tieren ein vorübergehendes Zuhause. Sie werden gepflegt, gefüttert und bei Bedarf mit Medikamenten versorgt.
Das Ziel ist es, die Tiere an neue, liebevolle Besitzer zu vermitteln, die ihnen ein Zuhause bieten können, das auf die artgerechte Haltung des jeweiligen Tieres abgestimmt ist. 18 Helfer engagieren sich im Tierheim.




