Kärntner Basketball-Pionier schloss für immer seine Augen
Mit Ulf Nießner verliert Feldkirchen einen Mann, der den Sport in der Stadt über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Nießner ist am 8. August verstorben.

Der 1940 in Wien geborene Pädagoge kam nach seiner Ausbildung als Lehrer nach Feldkirchen, wo er Mathematik, Physik und Sport unterrichtete und zu einem Wegbereiter des Basketballsports in Kärnten wurde.
1972 entdeckte Nießner seine Leidenschaft für Basketball – zu einer Zeit, als die Sportart im Land noch weitgehend unbekannt war. Gemeinsam mit Kollegen und seinen Brüdern gründete er den Basketballverein Rot-Weiß Feldkirchen, aus dem die heutigen Basketballverein Sparkasse Feldkirchen Tigers hervorgingen. Bis 1986 stand Nießner dem Verein als Obmann vor. Als Quereinsteiger absolvierte er mit großem Ehrgeiz sogar die Ausbildung zum A-Lizenz-Trainer, worauf er besonders stolz war. Über viele Jahre organisierte er zudem den Schulmilchcup für Schulbasketballmannschaften und war Mitbegründer der damaligen Sporthauptschule HS 5 in Feldkirchen.
Auch abseits des Basketballfeldes hinterließ Nießner Spuren in der Stadt. Er übernahm die Leitung der Feldkirchner Bildstelle, die er bis zu seiner Pensionierung führte. Dort konnte er seiner großen Leidenschaft für Fotografie sowie Film- und Videotechnik nachgehen. Seine entbehrungsreiche Kindheit prägte einen Menschen, der als ehrgeizig, konsequent, hilfsbereit, großzügig und verlässlich beschrieben wird. Was Ulf Nießner begann, brachte er auch zu Ende. Besonders im Feldkirchner Basketball lebt sein Einsatz bis heute weiter – der von ihm gegründete Verein wird mittlerweile von seinem Schwiegersohn Gerald Neumaier als Obmann geführt.
Verabschieden kann man sich bei Nießner am Dienstag, dem 25. August, um 11 Uhr im Zeremonium der Bestattung in Feldkirchen. Die feierliche Urnenverabschiedung findet um 13 Uhr statt.