Kokainreste im Blut: Tennis-Rüpel Nick Kyrgios gesperrt
Knalleffekt in der Tennisszene: Nick Kyrgios hat beim ATP-Turnier auf Mallorca eine positive Dopingprobe abgegeben und wurde vorläufig suspendiert.

Der in den vergangenen Jahren stets mit Verletzungen kämpfende Nick Kyrgios hat heuer nur drei Turniere bestritten: Brisbane, Stuttgart und Mallorca. Auf der Ferieninsel im Mittelmeer verlor der Australier zum Auftakt gegen Landsmann Adam Walton mit 3:6, 4:6 – doch hat das Match für das „Enfant terrible“ des Tennissports jetzt noch ein Nachspiel. So hat die International Tennis Integrity Agency nun bekanntgegeben, dass der 31-Jährige wegen Dopings vorläufig suspendiert wurde.
„Die ITIA hat den australischen Tennisspieler Nick Kyrgios im Rahmen des Tennis-Anti-Doping-Programms vorläufig suspendiert. Der 31-jährige Kyrgios gab am 22. Juni 2026 während eines ATP-250-Turniers auf Mallorca eine Probe ab. Am 17. Juli 2026 bestätigte ein von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditiertes Labor das Vorhandensein von Benzoylecgonin, einem Abbauprodukt von Kokain“, schreibt die Agentur in einer Aussendung.
Kokain ist ein Stimulans und eine Missbrauchssubstanz, die auf der Verbotsliste der WADA steht und im Rahmen des Tennis-Anti-Doping-Programms im Wettkampf verboten ist. Außerhalb des Wettkampfs gelten für Missbrauchssubstanzen reduzierte Sanktionen. „Aufgrund der Art der Substanz ist eine vorläufige Sperre obligatorisch und gilt seit dem 4. August 2026“, heißt es weiter.
Kyrgios, der im Oktober 2016 mit Platz 13 seine beste Weltranglistenposition im Einzel erreichte, hat das Recht, gegen die vorläufige Sperre Berufung einzulegen, dies aber bisher nicht getan. Aber er hat sich auf Instagram in einem Post geäußert: Dort gestand er seinen Fehler ein und bittet die Fans um Entschuldigung. Als Rechtfertigung für sein Fehlverhalten führte er die vielen Verletzungen und mentalen Belastungen der vergangenen Monate an.

Während seiner Sperre ist es Kyrgios untersagt, an von World Tennis, der WTA, der ATP, den Grand-Slam-Turnieren oder einem nationalen Verband organisierten oder sanktionierten Veranstaltungen teilzunehmen, dort als Trainer zu fungieren oder diese zu besuchen.

