Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Wegen aggressiver Badegäste in Jesolo musste die Polizei ausrücken

Heuer gab es nach Sprüngen ins seichte Meer bereits mehrere Verletzte und einen Todesfall. Bademeister, die das bestehende Sprungverbot durchsetzen wollen, werden aber beschimpft.

In Jesolo versuchen Bademeister nach schweren Unfällen, das Sprungverbot rigoros durchzusetzen (Symbolfoto)
© Imago | Michael Kristen
In Jesolo versuchen Bademeister nach schweren Unfällen, das Sprungverbot rigoros durchzusetzen (Symbolfoto)
Stephan Schild

Im heurigen Sommer verletzten sich einige Jugendliche in Jesolo schwer, weil sie, ohne zu schauen, von verschiedenen Stegen aus ins Meer geköpfelt waren. Da gerade Ebbe herrschte, zogen sich die Badegäste Verletzungen am Kopf, Nacken und an den Wirbeln zu. Ein 17 Jahre alter, aus der Region Trentino Alto Adige stammender Junge starb sogar an den Folgen des Sprunges.

Nach dieser Unglücksserie beschloss die Gemeinde, mehr Tafeln mit dem Hinweis auf das Köpfelverbot an den betreffenden Stellen anzubringen. Die Hinweisschilder werden jedoch von vielen Badenden missachtet. Und nicht nur das: Am vergangenen Wochenende wollte eine Gruppe von Urlaubern nicht auf die Bademeister hören, die sie auf das Springverbot hinwiesen.

Jetzt zum Alpe-Adria-Newsletter anmelden

Was ist los in unserer italienischen, kroatischen und slowenischen Nachbarschaft? Nützliche Reiseinfos, Insidertipps und alles, was den Alpen-Adria-Raum aktuell bewegt – kostenlos jeden Donnerstag in Ihrer Mailbox. Hier geht‘s zur Anmeldung.

Die Südtiroler beschimpften zwei Bademeister derart, dass diese die Polizei holten. Einer aus der Gruppe wurde aufgefordert, den Strand zu verlassen. Ein anderer musste etwas später von genau den gleichen beiden Bademeistern aus dem Wasser geborgen werden, wie die italienische Tageszeitung „Il Gazzettino“ berichtet. Dass Bademeister beschimpft werden, weil sie die geltenden Regeln durchsetzen wollen, passiere immer öfter, wird kritisiert.