Sie brachte die Pflege in die Häuser der Steirerinnen und Steirer
Monika Klampfl-Kenny hat vor knapp 30 Jahren die mobile Hauskrankenpflege in der Steiermark mitaufgebaut. Jetzt steht sie vor der Pension.

„In der Verwaltung geht es nicht darum zu verwalten, sondern zu gestalten“: Dieser Satz charakterisiert Monika Klampfl-Kenny. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin ist eine der Wegbereiterinnen der mobilen Hauskrankenpflege in der Steiermark. Ihre beruflichen Wurzeln hat die 61-Jährige in der direkten Zusammenarbeit mit den Menschen. Schon in jungen Jahren war sie weltweit für Ärzte ohne Grenzen tätig und absolvierte ihr Diplom in der Schweiz. Später machte sie das Masterstudium Public Health in Australien.
Mit diesen Erfahrungen im Gepäck kehrte sie im November 1998 in die Steiermark zurück und baute gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen die mobile Hauskrankenpflege auf. Mit ihren persönlichen, internationalen Erfahrungen und der fachlichen Expertise hat sie die mobile Pflege hierzulande maßgeblich geprägt.
In der Zusammenarbeit kommen die Erfolge
Obwohl der Pflegebereich so herausfordernd ist, bereut sie heute keinesfalls, 27 Jahre lang in diesem Feld gearbeitet zu haben. „Man kann etwas bewirken. Als Pflegerin waren es Einzelpersonen, jetzt in der Verwaltung ist es ein System, das man mitgestalten kann. Man kann bewirken, dass die Leute mehr Lebensqualität haben und zuhause gut altern können.“ Nur durch die Zusammenarbeit mit Politik, Entscheidungsträgern und anderen Pflegekräften konnte diese Struktur so aufgebaut werden, wie sie heute ist.
In der Pension nach Australien
Ihren Ausgleich zum Beruf findet Klampfl-Kenny in zahlreichen Sportarten, sei es auf dem Fahrrad oder auf der Schwimmbahn. Auch kreative Betätigungen wie das Nähen und die Leidenschaft zum Reisen schaffen Abwechslung in der Freizeit. Nun steht sie kurz vor ihrer Pension. Da ihr Mann Australier ist und ihr gemeinsamer Sohn dort studiert, steht eine längere Reise in das Land am anderen Ende der Welt bevor. „Für mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt, dem ich freudig entgegenblicke“, so Klampfl-Kenny.