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OpenAI führt eigenes ChatGPT für Jugendliche ein

„ChatGPT for Teens“ richtet sich an Menschen zwischen 13 und 17 Jahren. Mehr Kontrollmöglichkeiten für Eltern versprochen.

Explizite Lernhilfe: ChatGPT für Jugendliche
© OpenAI
Explizite Lernhilfe: ChatGPT für Jugendliche

OpenAI hat am Dienstag eine spezielle Version seiner KI-Modelle für Heranwachsende vorgestellt. „ChatGPT for Teens“ richtet sich an Minderjährige zwischen 13 und 17 Jahren und bietet erweiterte Sicherheitsfunktionen sowie Kontrollmöglichkeiten für Eltern. Die Version aktiviere sich automatisch, wenn das Alter eines Nutzers auf unter 18 Jahre geschätzt werde oder dieser sein Alter mit 13 bis 17 Jahren angebe, teilte das US-Unternehmen mit.

Eltern könnten Konten verknüpfen, Ruhezeiten festlegen und Benachrichtigungen in Risikosituationen erhalten, etwa bei Anzeichen von Essstörungen. Zudem biete die Software Lernhilfen wie einen Lernmodus, Erinnerungen an Hausaufgaben und Quizze.

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Mehr Kontrolle für Eltern
Mehr Kontrolle für Eltern © OpenAI

Künstliche Intelligenz (KI) solle Bildungschancen erweitern, erklärte OpenAI. Die neue Version sei darauf ausgelegt, Jugendliche außerhalb der Schule zu unterstützen und sie in einen aktiven Lernprozess einzubinden. „Nicht jeder Schüler hat zu Hause jemanden, der helfen kann, wenn er nicht weiterkommt oder Fragen zu den Hausaufgaben hat“, zitierte OpenAI in seinem Firmenblog eine Lehrerin aus Florida. „Mit den richtigen Schutzvorkehrungen kann KI helfen, diese Lücke zu schließen.“

Technologieplattformen in der Kritik

Technologieplattformen stehen wegen der Risiken von KI-Chatbots zunehmend in der Kritik. Da die Programme immer menschenähnlicher reagieren, nutzen einige Anwender sie als Vertraute oder als emotionale Stütze. Experten warnen jedoch vor den Gefahren, wenn automatisierte Systeme zur psychologischen Beratung herangezogen werden. Familien, deren Angehörige mutmaßlich nach Interaktionen mit Chatbots starben, hatten fehlende Schutzmaßnahmen bemängelt.

Auch OpenAI sieht sich mit mehreren Klagen konfrontiert, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, ChatGPT habe Kindern geschadet. Das mit 852 Milliarden Dollar (734,93 Mrd. Euro) bewertete Start-up bereitet sich derzeit auf einen möglicherweise rekordverdächtigen Börsengang vor.