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Hochkultur im Spielfelder Grenzland

Die Spielfelder Kulturtage finden zum siebenten und hoffentlich nicht zum letzten Mal statt.

Dirigent Erich Polz
© Werner Kmetitsch/Kulturtage
Dirigent Erich Polz
Martin Gasser
Von   und Andreas Stangl

Sie sind ein ganz besonderes Musikerlebnis in einem ganz besonderen Ambiente. Zum siebenten Mal finden heuer in der zweiten Augusthälfte im Schloss Spielfeld die Spielfelder Kulturtage statt. Den Anfang am 18. August machen Tenor Roman Pichler und das Girardi-Ensemble von Festival-Leiterin Ruth Straub in der „Nacht der Emotionen“ mit einer Auswahl berühmter Opern- und Operettenarien. Die weiteren Abende sind ebenfalls thematisch geordnet. In der gemeinsam mit dem Johann Joseph Fux Konservatorium organisierten „Nacht der Talente“ werden sechs Preisträger und gekürte Ensembles verschiedener Jugendwettbewerbe präsentiert, darunter der zwölfjährige Pianist und ORF-„Goldene Note“-Gewinner Lukas Maierhofer. Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es auch Neue Musik und Weltmusik zu hören – in Kooperation mit dem NASOM-Programm des österreichischen Außenministeriums tritt unter anderem das in der Fachwelt bejubelte Jazz-Trio HAEZZ in der „Nacht der Zukunft“ auf.

80 Prozent des Publikums kommt aus der Südsteiermark

Klassischer Ohrenschmaus wiederum wird an den abschließenden Abenden geboten. Die „Nacht der Philharmoniker“ mit drei Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und die „Nacht der Sinfonien“ unter der Leitung von Lokalmatador-Dirigent Erich Polz sind traditionell beim Publikum des Festivals besonders beliebt. Apropos Publikum: Dieses rekrutiert sich mittlerweile zu rund 80 Prozent aus der südsteirischen Region, berichtet Straub nicht ohne Stolz. Als das Festival startete, kam der Großteil der Konzertbesucher in Spielfeld noch aus dem Raum Graz. Zwischenzeitlich konnte man durch das Engagement von slowenischen Musikern auch Publikum aus dem Raum südlich der Grenze nach Spielfeld holen.

Ob es auch in den kommenden Jahren im Sommer noch ein derart vielfältiges und hochwertiges Musikangebot im pittoresken Schloss geben kann, hängt, wie bei so vielen anderen steirischen Kulturinitiativen, von der Zukunft der Kulturförderung in der Steiermark ab. Die Kulturtage Spielfeld finanzieren sich immerhin zu einem Drittel aus Fördergeldern des Landes. Ein respektables Drittel spielen die verkauften Karten herein, der Rest kommt von Sponsoren und privaten Unterstützern. Cellistin Straub ist jedenfalls überzeugt davon, dass ihre Mission, in der Grenzregion „zu zeigen, was in Österreich an Hochkultur da ist“, die richtige ist. Und: „Irgendwann sollte es sich amortisieren. Vielleicht ist das die Herausforderung unserer Zeit.“

Spielfelder Kulturtage von 18. bis 20. August: www.spielfelderkulturtage.com