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Mit 17 Tonnen Material über den großen Teich

Weil in Europa Schnee Mangelware ist, brechen Österreichs Ski-Herren wohl inklusive Technikern zum Trainingslager nach Südamerika auf.

Herren-Cheftrainer Marko Pfeifer ist von den Bedingungen in Übersee begeistert
© GEPA pictures
Herren-Cheftrainer Marko Pfeifer ist von den Bedingungen in Übersee begeistert
Georg Fraisl

Stolze 17 Tonnen Material begleiten Österreichs Alpin-Stars in diesem Sommer in die Vorbereitungcamps in Südamerika, wo auf die Aktiven ein Temperaturwechsel von fast 50 Grad wartet – aus dem Hitzesommer direkt in einen klirrenden Winter. Für die Slalom-Herren von Ski-Austria zu viel Aufwand, sie wollten sich auf den Gletschern Mitteleuropas einschwingen. Doch jetzt wird ein Notplan mit einer mehrwöchigen Chile-Reise ins Auge gefasst.

Drei bis vier Meter Schnee, Minustemperaturen – das hätte in der großen Hitzewelle hierzulande fast nach Verheißung geklungen. „So viel Schnee, wie schon lange nicht mehr“, frohlockte auch Herrenchef Marko Pfeifer vor seiner Abreise über die Bedingungen in Südamerika. Dreifach-Olympiasieger Matthias Mayer, der als Europacup-Trainer am Dienstag ab sechs Uhr früh beim Verladen des Ski-Materials auch fest anpackte, grinste ebenso: „Eine schöne Abwechslung!“

Auch Matthias Mayer packte mit an
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Auch Matthias Mayer packte mit an

17 Tonnen werden für die Vorbereitungscamps der Österreicher vom dänischen Logistiker DSV über den Großen Teich hin und zurück geflogen. Das wiegt in Zeiten wie diesen schwer. Doch das Rennsport-Geschäft lässt nichts anderes zu. „Gott sei Dank gibt’s Übersee. Das ist unverzichtbar für uns. Eigentlich sollte auch der Nachwuchs im Sommer dort trainieren, da wir keine Skihalle haben. Man muss das schon unbedingt andenken“, blickt der Herrenchef in die Zukunft.

Abwarten bis Freitag

Die Slalom-Herren von Ski-Austria werden zustimmend nicken. Manuel Feller, Fabio Gstrein & Co war der Südamerika-Aufwand eigentlich zu groß, man wollte auf Schweizer Gletschern die ersten Schwünge für die neue Saison ziehen. Doch Zermatt und Sas Fee leiden extrem unter dem Hitzesommer, wurden erstmals aus Sicherhetisgründen gesperrt. „Wir warten noch bis Freitag, wie sich die Situation in der Schweiz entwickelt. Es gibt eine Deadline. Vielleicht muss die Truppe doch für zwei, drei Wochen nach Südamerika“, sagt Pfeifer. Und da der Kälteeinbruch die Gletscher zuletzt nur „angezuckert“ hat, können die Techniker wohl die Reisetaschen schon herrichten…

Auch Torstangen müssen mit
© GEORG FRAISL
Auch Torstangen müssen mit

Den gesamten Ski-Tross begleiten auf der Reise nach Südamerika Gedanken an Matteo Franzoso. Der Italiener war im Vorjahr einen Tag vor seinem 26. Geburtstag beim Training in La Parva (Chile) tödlich verunglückt. „Die Unglücksstelle wurde von den Chilenen entschärft, die Piste verbreitert. Der viele Schnee macht es zudem sicherer“, sagt Pfeifer. Ski Austria ließ im Vorjahr vier Tonnen an Netzen in Chile zurück – weniger Gewicht, weniger Cargo in der Luft, mehr Sicherheit…

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