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Gericht in Syrien verhängt Todesstrafe gegen Assad-Cousin

Ein Gericht in Syrien hat einen weiteren Cousin des gestürzten Machthabers Bashar al-Assad zum Tode verurteilt. Wassim al-Assad wurde am Dienstag in der Hauptstadt Damaskus wegen Kriegsverbrechen schuldig gesprochen. Der Richter Fakhr al-Din al-Aryan sagte, der Angeklagte sei wegen der vorsätzlichen Tötung mehrerer Menschen "in Verbindung mit Folter und Brutalität" verurteilt worden.

Syriens Ex-Machthaber Bashar al-Assad
© APA/AFP
Syriens Ex-Machthaber Bashar al-Assad

Die ihm zur Last gelegten Taten würden als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen" gewertet. Wassim al-Assad sitzt in Haft. Er soll insbesondere in Massaker durch Milizen im Osten der Region Ghouta unweit von Damaskus involviert gewesen sein.

Syriens langjähriger Machthaber Bashar al-Assad war vor einer Woche in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Die Richter in Damaskus begründeten ihr Urteil ebenfalls mit "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" im syrischen Bürgerkrieg. In dem Prozess wurde ein anderer inhaftierter Cousin Assads, Atef Najib, wegen Verbrechen in der Provinz Daraa zum Tode verurteilt. Gegen Assads Bruder Mahir sowie weitere Vertreter der gestürzten Regierung verhängte das Gericht in Abwesenheit die Todesstrafe.

Während des fast 14 Jahre dauernden Bürgerkriegs in Syrien wurden mehr als eine halbe Million Menschen getötet. Ende 2024 stürzten Kämpfer unter Führung der islamistischen HTS-Miliz den langjährigen Machthaber Assad, der ins Exil nach Russland floh.

Die Übergangsführung in Damaskus hatte angekündigt, Verantwortliche für Verbrechen unter der Assad-Herrschaft zur Rechenschaft zu ziehen. Der Prozess gegen Wassim al-Assad hatte im Juni begonnen.