Baut Putin geheime Drohnen-Basen an der Grenze zur Nato?
Insgesamt 10 Stützpunkte mit Abschussrampen für Hightech-Drohnen, die weit in Nato-Gebiet reichen können, sollen entlang der russischen Grenze errichtet worden sein.

Für einige Aufregung sorgt derzeit ein Bericht des britischen „Telegraph“. Demnach hat Russland zehn geheime Stützpunkte gebaut, von denen aus hochleistungsfähige Drohnen bis tief in das Gebiet der Nato geschossen werden könnten. Jeder Stützpunkt verfüge über neu errichtete Abschussrampen, insgesamt mindestens 59 Stück. Diese befinden sich den Berichten zufolge entlang der russischen Grenze zu Belarus und der Ukraine. Die dort eingesetzten Drohnen könnten von dort aus aber auch Nato-Staaten treffen. Die russische Armee setzt dort Weiterentwicklungen der iranischen Shahed-Drohne mit den Bezeichnungen Geran-4 und Geran-5 ein. Einige dieser Basen werden bereits genutzt, um die Ukraine zu bombardieren.
Gefährdet wäre Experten zufolge etwa Polen, weil Drohnen von den neuen Standpunkten aus bis nach Warschau reichen könnten. Militärexperten warnen immer wieder davor, dass Russland über eine bewaffnete Provokation in Polen, etwa Angriffe auf kritische Infrastruktur oder Anschläge unter falscher Flagge, die Nato herausfordern und ihren Zusammenhalt testen könnte. Würden nicht alle Nato-Partner Polen unterstützen, könne dies zu einer Spaltung und damit Schwächung der Nato führen.
Satellitenbilder
Der Bericht des „Telegraph“ beruht auf der Analyse von Satellitenbildern. „Dieser Ausbau der Startplätze zeigt, wie Russland seine Fähigkeit erweitert hat, eine größere Anzahl von Drohnen zu starten, und gleichzeitig Technologien einsetzt, um die eingesetzten Drohnentypen schwerer abfangen zu können“, erklärte Mike Monnik, Geschäftsführer und Gründer von DroneSec, gegenüber der britischen Zeitung. Geran-4 und Geran-5 können laut ukrainischen Dokumenten mit ihrer hohen Geschwindigkeit Luftabwehrsystemen ausweichen und dabei bis zu 90 Kilogramm schwere Sprengköpfe tragen.
