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Altes Handwerk aus Osttirol soll auch in Zukunft florieren

Damit handwerklichen Traditionen erhalten bleiben und wirtschaftlich erfolgreich weitergeführt werden können, unterstützte das Land Betriebe mit bisher 402.000 Euro.

Eine Förderaktion des Landes will „Altes Handwerk“ vor dem Vergessen bewahren
© IMAGO / Christian Vorhofer
Eine Förderaktion des Landes will „Altes Handwerk“ vor dem Vergessen bewahren

Im Rahmen der Förderaktion „Altes Handwerk“ wurden in Tirol bisher 38 Betriebe mit insgesamt rund 402.000 Euro unterstützt. 33 Betriebe erhielten eine Investitionsförderung. Bei zwei dieser Unternehmen wurde zusätzlich ein Übernahmebonus von jeweils 20.000 Euro gewährt. Fünf weitere Handwerksbetriebe wurden im Zuge einer Betriebsübernahme mit jeweils 20.000 Euro unterstützt. „Viele handwerkliche Tätigkeiten, die heute nur noch von wenigen Betrieben ausgeübt werden, sind eng mit der Geschichte und Identität Tirols verbunden. Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, notwendige Investitionen zu finanzieren und Nachfolgerinnen und Nachfolger für die Fortführung des Betriebs zu finden. Hier setzt die Förderaktion ‚Altes Handwerk‘ an. Damit wollen wir dazu beitragen, dass dieses Know-how erhalten bleibt und die Betriebe eine wirtschaftliche Perspektive für die Zukunft haben“, betont Wirtschaftslandesrat Mario Gerber.

Zusatzbonus von 20.000 Euro

Die Förderaktion richtet sich an Kleinstunternehmen mit Standort in Tirol, die traditionelle handwerkliche Tätigkeiten ausüben. Gefördert werden unter anderem Investitionen in Betriebsgebäude, Einrichtungen, Maschinen und Ausrüstung, sofern diese unmittelbar für die handwerkliche Tätigkeit erforderlich sind. Die Investitionsförderung beträgt bis zu 30 Prozent der förderbaren Kosten. Diese müssen zwischen 5000 und 50.000 Euro liegen. Für die Übernahme eines bestehenden Handwerksbetriebs kann zusätzlich ein Bonus von bis zu 20.000 Euro gewährt werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Betrieb nach der Übernahme mindestens fünf Jahre weitergeführt wird.

Wirtschaftslandesrat Mario Gerber: „Wir wollen dazu beitragen, dass altes Handwerk erhalten bleibt und die Betriebe eine wirtschaftliche Zukunftsperspektive haben.“
© Land Tirol/trenker
Wirtschaftslandesrat Mario Gerber: „Wir wollen dazu beitragen, dass altes Handwerk erhalten bleibt und die Betriebe eine wirtschaftliche Zukunftsperspektive haben.“

Einer der 38 Kleinstbetriebe, der bereits eine Förderung des Landes erhalten hat, ist die Mürnseer Musikinstrumentenbau KG mit Sitz in Kirchdorf in Tirol (Bezirk Kitzbühel). Helmut Unger-Oberhauser, der als ausgebildeter Streich- und Saiteninstrumentenbauer bereits seit 2006 im Unternehmen arbeitet, hat dieses im Jänner 2025 von Gabriele Mürnseer übernommen und führt den Betrieb seitdem fort. Das traditionsreiche Familienunternehmen stellt seit 1956 hochwertige Saiteninstrumente – darunter Harfen, Zithern und Hackbretter – her. Das Haupttätigkeitsfeld umfasst den Instrumentenbau, Restaurierungen, Service, jährliche Wartungen und Reparaturen. Zudem werden Leihinstrumente zur Verfügung gestellt.

Informationen zur Förderaktion sowie das Antragsformular sind auf der Website des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/alteshandwerk abrufbar.

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