Wienerin kommt seit 75 Jahren wegen der Gailtaler Herzlichkeit
Eine außergewöhnliche Gästeehrung wurde Mittelschulprofessorin Brigitte Szeiler zuteil. Seit 1951 macht sie Badeurlaub in Paßriach. Sie kommt aber auch im Winter.

Für ihre 75-jährige Urlaubstreue zu Hermagor wurde die ehemalige Mittelschulprofessorin Brigitte Szeiler von der Stadtgemeinde Hermagor geehrt. Der Pressegger See liegt der Wiener Familie Szeiler offensichtlich im Blut. Schon die Mutter der jetzt Geehrten verbrachte 90 damals noch ausgedehnte Sommer- und später viele Winterurlaube in Paßriach an der See-Südseite, die seinerzeit als der 24. Wiener Gemeindebezirk bezeichnet wurde. Ab 1951 setzte die kleine Brigitte die Familientradition fort. „Von Villach aus sind wir per Dampfzug angereist, mittels Bootes setzten wir dann mit Sack und Pack nach Paßriach über, der schlechte Fahrweg dorthin war nichts für uns“, erinnert sich Szeiler an längst vergangene Zeiten.
„Die trotz aller Einfachheit absolut schön waren. Wasser wurde am Ortsbrunnen geholt, die Maisfedermatratzen sowie das luftige Plumpsklo zählten zur Normalausstattung“, lacht Szeiler, die seit 1978 auch jeden Gailtaler Winter zum Skifahren und Eislaufen nutzte. „Einige Male war ich sogar mit Schulskikursen am Nassfeld beim Plattner“, erzählt sie. In ihrer Klasse saßen etwa Nadja Kayali, heute Intendantin des Carinthischen Sommers, oder Sportreporter Andi Felber.
In den Pressegger See verliebt
In das Gailtal kamen die Szeilers wegen eines Dienstmädchens, das stammte nämlich aus Egg. Keinen einzigen Sommer hat Brigitte Szeiler seit 1951 „geschwänzt“, seit elf Jahren wird sie von Gatten Wolfgang begleitet. „Ich bin und bleibe in den See, seine wunderschöne Umgebung, und in die Gailtaler Herzlichkeit verliebt“, gesteht die Urlaubsjubilarin. Bürgermeister Leopold Astner und NLW-Geschäftsführer Markus Brandstätter bedankten sich für diese außerordentliche Urlaubstreue mit einem Ehrengeschenk.




