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Uhudlerlandestheater 2026: Orpheus – Wo geht’s denn hier zur Unterwelt?

Was passiert, wenn sich die Götter auf dem Olymp zu Tode langweilen, Ehen längst nicht mehr funktionieren und die Unterwelt zur ausgelassenen Partyzone wird? Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ gibt darauf eine höchst unterhaltsame Antwort. Das UHUDLERLANDESTHEATER bringt den Klassiker in einer modernen, frechen und wunderbar schrägen Bearbeitung von Marcus Ganser und Eva Weinek auf die Bühne von Schloss Tabor.

© Andreas Hafenscher

Bei Orpheus und Eurydike hängt der Haussegen gewaltig schief. Beide vertreiben sich die Langeweile längst mit anderen Liebesabenteuern. Als Eurydike bei einem Rendezvous mit ihrem Geliebten Aristeus – hinter dem sich niemand Geringerer als Pluto, der Herrscher der Unterwelt, verbirgt – tödlich von einer Giftschlange gebissen wird, nimmt das turbulente Geschehen seinen Lauf.

Während Eurydike gemeinsam mit Pluto in die Unterwelt fährt, ist Orpheus über den Verlust seiner Frau zunächst alles andere als traurig. Doch die personifizierte Öffentliche Meinung zwingt ihn, Eurydike beim Göttervater Jupiter zurückzufordern. Auf dem Olymp sorgt das für reichlich Aufregung: Eifersucht, amouröse Verwicklungen und ein notorisch untreuer Jupiter bringen die Götter gehörig durcheinander.

© Andreas Hafenscher

Eine Antikenparodie mit viel Humor

Schließlich geht es hinab in die Unterwelt, wo Pluto ein rauschendes Fest veranstaltet und Eurydike als Entertainerin für Aufsehen sorgt. Jupiter will sie unbedingt finden und Orpheus soll seine Frau schließlich zurück auf die Erde führen. Doch dafür gibt es eine Bedingung: Er darf sich nicht nach ihr umdrehen.

Wer bei griechischen Heldensagen würdige Götter und tragische Schicksale erwartet, wird überrascht sein. Offenbachs Werk – die erste Operette der Geschichte – macht aus der antiken Mythologie eine bissige, temporeiche Komödie über Liebe, Ehe, Eifersucht und menschliche Schwächen.

Regisseur Marcus Ganser setzt auf eine moderne, bunte und „unverstaubte“ Inszenierung und bringt die komödiantische Seite des Klassikers voll zur Geltung. „Orpheus in der Unterwelt passt perfekt zu unserer komödiantischen Handschrift“, so Intendant Martin Weinek. „Als Antikenparodie und Mythentravestie präsentiert das Stück eine Welt, die jeder kennt, und stellt diese intelligent und humorvoll auf den Kopf.“

„Orpheus – Wo geht’s denn hier zur Unterwelt?“ verspricht einen rasanten Theaterabend voller Musik, Comedy, amouröser Verwicklungen und göttlichem Chaos – mitten im Südburgenland auf Schloss Tabor.