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Sensationelle Entdeckung über dem „Himmel“ im Schloss Eggenberg

„Kleine Sensation“ im Schloss Eggenberg: Im Zuge der Renovierungen wurde ein nahezu unberührtes Deckengemälde von 1668 entdeckt. Für die Arbeiten stehen 13 Millionen Euro von Land und Bund bereit.

Hinter dem Baldachin, also dem „Himmel“ des Betts, machten Arbeiter eine sensationelle Entdeckung
© Universalmuseum Joanneum
Hinter dem Baldachin, also dem „Himmel“ des Betts, machten Arbeiter eine sensationelle Entdeckung
Michael Saria
Redakteur Steiermark-Ressort | Graz

„Wir waren ziemlich fleißig“, meint Paul Schuster. Auch objektiv betrachtet muss man dem Grazer „Schlossherrn“ wohl recht geben: Das Schloss Eggenberg wird seit dem Jahr 2024 Raum für Raum renoviert. „Zu den bisherigen Mammutprojekten“ gehörten laut Schuster, zuständiger Abteilungsleiter beim Universalmuseum Joanneum, unter anderem die Sanierung und Restaurierung der Dächer sowie der Fassaden am Ostflügel. Selbst in der kurzen Pause im Vorjahr wurden keineswegs die Beine hochgelegt, vielmehr ruhten Bohrmaschinen und Pinsel bloß vorübergehend anlässlich der großen „Steiermark-Schau“. Längst wird wieder in die Hände gespuckt – überraschende Entdeckungen inklusive.

„Eine kleine Sensation“

So bringt man aktuell nicht nur das Dach der Prunkräume auf Vordermann: Die laufende Restaurierung der Decke im „Paradeschlafzimmer“ auf der Südseite von Schloss Eggenberg zählt Schuster „zu den faszinierendsten aktuellen Projekten“ – aus einem Grund: Arbeiter haben entdeckt, dass der Baldachin des Himmelbetts „nachweislich seit seiner Aufstellung um 1760 niemals demontiert wurde, selbst nach dem Zweiten Weltkrieg nicht“.

Dieses Gemälde von 1668 ist beinahe unberührt
© Universalmuseum Joanneum
Dieses Gemälde von 1668 ist beinahe unberührt

13 Millionen Euro

Das habe man nun aber machen müssen – und daher jenes Deckengemälde freigelegt, das direkt über dem Himmelbett eine Szene aus dem Alten Testament zeigt. „Dieses Deckengemälde war nicht nur über 260 Jahre lang verdeckt, es blieb auch von späteren Eingriffen unberührt“, so Schuster, der von einer „kleinen Sensation“ spricht: „Denn die Malerei von ca. 1668 hat sich hier in ihrer ursprünglichen und nahezu unberührten Originalsubstanz erhalten.“

Paul Schuster ist „Schlossherr“ in Eggenberg
© KLZ/Jürgen Fuchs
Paul Schuster ist „Schlossherr“ in Eggenberg

Für diese und weitere Arbeiten stehen insgesamt 13 Millionen Euro zur Verfügung: Wie berichtet, schießt der Bund fünf Millionen Euro für die Restaurierung zu und das Land drei Millionen – bis zum Jahr 2030. Verwendet werden diese Mittel vorrangig für den Erhalt „der wertvollen Originalsubstanz“ in den Prunkräumen und bei Dächern wie Fassaden. Mit Blick auf einen „zeitgemäßen Museumsbetrieb“ müsse man aber ebenso technische Anlagen beim Brandschutz und bei den Klimaanlagen im Sinne eines „nachhaltigen Energie- und Wassermanagements“ erneuern, betont Paul Schuster.

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