„Schüsse“ lösten in Kärnten Cobra-Einsatz aus: Drei Festnahmen
In Kärnten lösten schussähnliche Knallgeräusche einen Cobra-Einsatz aus. 19-, 17- und 16-Jähriger aus dem Bezirk Spittal an der Drau wurden festgenommen.

Sonntagnacht gegen 23 Uhr wurden im Bereich Möllbrücke im Bezirk Spittal an der Drau mehrere schussähnliche Knallgeräusche gehört. Auch eine zufahrende Polizeistreife nahm entsprechende Geräusche wahr. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um Schüsse aus einer Waffe handelte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen unter Beiziehung weiterer Polizeistreifen sowie des Einsatzkommandos Cobra und der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) eingeleitet. Im Zuge der ersten Fahndungsmaßnahmen konnte die Ursache zunächst nicht lokalisiert werden.
Gegen 3.45 Uhr gab es wieder ein lautes, schussähnliches Knallgeräusch, diesmal direkt in Spittal an der Drau. Im Zuge der erneut eingeleiteten Fahndung kontrollierte die Polizei ein Auto mit einem 19-Jährigen sowie zwei Jugendlichen im Alter von 17 und 16 Jahren, alle aus dem Bezirk Spittal an der Drau.
Aus Spaß und zur Provokation
Im Fahrzeug wurden mehrere pyrotechnische Gegenstände vorgefunden. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass sich die drei Personen zuvor im Bereich Möllbrücke und Lendorf im Bezirk Spittal an der Drau aufgehalten hatten. Sie stehen im Verdacht, pyrotechnische Gegenstände auf öffentlichen Straßen gezündet und teilweise aus einem fahrenden Auto geworfen zu haben. Die Vorfälle sollen von den Beteiligten gefilmt und anschließend verbreitet worden sein.
Die drei Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und zeigten sich bei ihren Einvernahmen teilweise geständig. Sie gaben an, aus Spaß und zur Provokation gehandelt zu haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt erfolgte die Anzeige auf freiem Fuß.