Sie richten einen Scheinwerfer auf die Stärken von Kindern
Anna Pongratz und Lisa Glück-Steiner haben vor zehn Jahren die Begabungsakademie gegründet. Bis heute ist das Ziel das gleiche geblieben: Kinder zu fördern.

Den Blick von den Schwächen auf die Stärken richten. Genau das ist es, was sich die Begabungsakademie seit zehn Jahren auf die Fahnen heftet. Gegründet haben den Verein Anna Pongratz und Lisa Glück-Steiner. Sie beide sind Volksschullehrerinnen, haben sich in ihrem Masterstudium in Wien im Bereich der Stärkenorientierung orientiert. „Wir haben während des Studiums einfach gesehen, dass es hierzu in der Steiermark noch nicht viel gibt“, sagt Glück-Steiner. Daher haben sie beschlossen das Thema einfach selbst in die Hand zu nehmen.
Begonnen hat alles mit Talenteförderkursen im Zuge der Nachmittagsbetreuung an ausgewählten Schulen. Neben der gesamten Arbeit im Verein haben die beiden immer nebenbei auch als Volksschullehrerinnen gearbeitet. Aktuell sind beide gerade nach der Geburt ihres jeweils zweiten Kindes in Karenz. Zudem waren sie in der Vergangenheit in der Bildungsdirektion für die Begabungsförderung zuständig und haben den Bereich ausgebaut. Was dabei immer wieder auffiel: „Es haben sich oft Eltern aus Bruck an der Mur oder Liezen gemeldet und nachgefragt, ob es dazu Angebote gibt, da hat es wirklich kaum etwas gegeben“, sagt Pongratz.
Talentesamstage tragen die Begabungsförderung aufs Land
Daher haben die beiden die sogenannten Talentesamstage entwickelt, die in allen sieben Bildungsregionen außerschulisch stattfinden. Auch thematisch hat sich über die Jahre einiges getan. Von Kreativworkshops über Architektur und Naturwissenschaften bis hin zu KI und Robotik ist für jeden etwas dabei. „Bei den Kursen geht es darum, dass Kinder ihre Stärken entdecken können, das kann später auch die Berufswahl erleichtern“, sagt Pongratz.
Was die beiden für die nächsten zehn Jahre antreibt: „Das schönste ist, dass die Kinder einfach aufblühen. Es ist eine Ergänzung zum Schulsystem in dem die Individualität etwas verloren geht“, sagt Pongratz.