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Drei Steirer tüfteln an den gemütlichsten Boxershorts der Welt

AYB Underwear: Nach zwei Jahren Entwicklung, 30 verschiedenen Stoffen und zwölf Prototypen sehen sich drei Grazer auf gutem Wege zu den „gemütlichsten Boxershorts der Welt“. Mehr als 300 Bestellungen gingen bereits ein.

AYB-Gründer Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner
© AYB
AYB-Gründer Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner
Markus Zottler
Stv. Leiter Wirtschaft

Es ist natürlich das hehre Versprechen, das einem jungen steirischen Unternehmen schon in dessen ersten Monaten schnell und breit Aufmerksamkeit schenkt. Immerhin tüfteln Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl an den „gemütlichsten Boxershorts der Welt“.

Dass es die drei Steirer, allesamt mit viel beruflicher Erfahrung im Online-Marketing ausgestattet, ernst meinen, zeigt nicht zuletzt die Gründung der AYB Underwear GmbH. Gemeinsam mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer arbeitete das Trio zuvor zwei Jahre an der Entwicklung der Unterhose.

30 Stoffe, zwölf Prototypen

„Mehr als 30 verschiedene Stoffe“ will man in dieser Zeit beim Jungunternehmen getestet und probiert haben, zwölf Prototypen entstanden. Von einem „permanenten Hin und Her“, erzählt Steiner mit Blick auf versetzte Nähte, veränderte Stoffe und einen dickeren Bund. Größter Antrieb der drei Gründer? Der Markt sei „voll von Boxershorts, die ok sind“, aber selbst hatte man dann doch das Gefühl, dass „es etwas Besseres geben muss als die klassische Baumwollunterhose“.

Während der Stoffrecherche landete AYB schließlich bei Tencel, der Premiummarke des oberösterreichischen Faserherstellers Lenzing. Dieser gewinnt die Cellulosefasern für die „Tencel Modal“-Linie aus Buchenholz, Lenzing selbst verspricht ein „weiches Gewebe, das wiederholten Wasch- und Trocknungszyklen standhält“.

Mehr als 300 Bestellungen

Bei AYB zeigt man sich begeistert vom Stoff, die ersten Boxershorts aus eigenem Haus sollen weder „zwicken, kratzen oder verrutschen“, heißt es. Produzieren lässt AYB vorerst in China. „Lieber wäre uns natürlich Europa und Österreich“, sagt Fabio Steiner, aber das sei „aktuell nicht realistisch“. Schon jetzt befinde man sich mit 44,90 Euro für das 3er-Pack im „Premium-Segment“.

Das erste Interesse konnten die Grazer jedenfalls bereits in reales Geschäft umwandeln. Schon kurz nach dem Marktstart, vertrieben wird per Online-Shop, zog die Nachfrage an. Von „über 300 Bestellungen“ berichtet Steiner, der die Bedeutung von Rückmeldungen betont: „Mit dem Feedback unserer Kunden werden wir unsere Boxershorts laufend optimieren, damit sie mit jeder Version den Komfort auf ein neues Level hebt.“

Sportlinie und mehr Designs

Zugleich vertraut man bei AYB auf die Ein-Produkt-Strategie. „Viele Marken verkaufen Unterwäsche oft nur als Nebengeschäft“, sagt Robert Haidl. „Für uns ist sie das eigentliche Produkt. Deshalb stecken wir unsere ganze Energie in dieses eine Modell.“

Innerhalb der Produktgattung freilich denkt AYB schon jetzt an Diversifikation, etwa wenn es in Richtung einer Sportlinie geht. „Außerdem wünschen sich die Kunden mehr Designs“, erzählt Fabio Steiner. Und was, wenn die Geschäftsidee – immerhin in einem komplizierten Feld, der Textilindustrie – schlussendlich nicht aufgehen sollte? „Wir sind überzeugt, dass es klappt“, sagt Steiner – „falls doch nicht, haben wir wenigstens Unterhosen bis an unser Lebensende.“

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