Mehr als 1000 Gäste feierten das Rostfest in Eisenerz
Von 13. bis 15. August verwandelte sich die ansonsten leere Eisenerzer Altstadt in ein lebendiges Festival. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz.

Drei Tage lang wurde Eisenerz, das mittlerweile oft mit leerstehenden Gebäuden und einem Bevölkerungsrückgang in Verbindung gebracht wird, durch das Rostfest wiederbelebt. Von 13. bis 15. August gab es Musik, Kunst, Performances und Film mitten in der obersteirischen Altstadt. Und eines kann bereits jetzt gesagt werden: „Es war wirklich super“, betont Uwe Gallaun vom Rostfest-Organisationsteam am Montag nach dem Festival-Wochenende.
Kurz vor Beginn des Festivals konnte man bereits rund 650 Ticketvorverkäufe vorweisen, insgesamt haben schließlich laut Veranstalter über 1000 Personen das Rostfest besucht. Die starke Nachfrage konnte man insbesondere am Campingplatz des WSV Eisenerz beobachten. „Der Campingplatz ist schon am Freitag aus allen Nähten geplatzt“, sagt Gallaun.
Jeder war froh, dass nach längerer Pause wieder einmal etwas los war in der Stadt.
— Uwe Gallaun, Rostfest
Abgesehen davon habe aber alles völlig reibungslos funktioniert. „Außer ein paar Insektenstichen ist nichts vorgefallen“, scherzt Gallaun, der betont, wie positiv die Rückmeldungen der Gäste, aber auch der Bewohnerinnen und Bewohner von Eisenerz waren. „Jeder war froh, dass nach längerer Pause wieder einmal etwas los war in der Stadt.“

Viele der Gäste seien aus der direkten Umgebung in Leoben angereist, viele aber auch aus Graz und der restlichen Steiermark. Ein paar „Ausreißer“, wie Gallaun sie bezeichnet, gab es auch aus Wien und Oberösterreich sowie durch das Netzwerk österreichischer Festivalfreunde (NOEFF). Auch Eisenerzer selbst waren vertreten, „zum Beispiel beim Kaffeekränzchen oder beim Schlagergarten Gloria.“
0 bis 99 Jahre
Erfreulich war für Gallaun, dass das Kinderprogramm – von der Kinderdisco bis hin zu Sinnspielen – so gut angenommen wurde. „Unser Publikum war 0 bis 99 Jahre alt. Das ist für ein Festival schon unüblich.“ Highlights waren die Gruppe „Pales“ im adaptierten Café Wolf, „Dÿse“ auf der Main Stage und der Schlagergarten Gloria beim Schichtturm. Auch die Kunstausstellungen von der Ortweinschule oder die Galerie Grill waren beliebt. „Sogar das Filmprogramm mit Partisanen der Eisenstraßen kam trotz der frühen Uhrzeit so gut an, dass wir noch zusätzliche Sessel gebraucht haben.“

Die Abbauarbeiten sind noch im Gange. „Der Bauhof der Stadt Eisenerz unterstützt uns dabei. Wir freuen uns, dass wir von der Stadt auch Lob bekommen haben“, betont Gallaun. Ob es im nächsten Jahr wieder ein Rostfest geben wird, steht noch in den Sternen. Aber: „Ohne die genauen Zahlen zu kennen, kann ich sagen, dass es für alle gut verlaufen ist und wir zufrieden sind.“



