Zurab Zurabishvili begeisterte mit schönem Timbre und kraftvollen Tönen
Bei den Musikwochen Millstatt begeisterte der Tenor Zurab Zurabishvili mit dem Carinthia-Chor Millstatt in der Stiftskirche mit einem bunten Programm.

„Freunde, das Leben ist lebenswert!“: Mit kraftvoller Höhe sang er die wegen der extrem hohen Töne gefürchtete Arie aus Franz Lehárs Operette „Giuditta“. Auch mit „Gern hab’ ich die Frau‘n geküsst!“ vom gleichen Komponisten konnte Zurab Zurabishvili bei den Musikwochen Millstatt begeistern. Das gesamte Konzert wusste der georgische Tenor, am Mozarteum in Salzburg ausgebildet und weltweit an bedeutenden Opernhäusern zu hören, mit großer Differenziertheit, feinen Piani, einem schönen, schmelzigen Timbre und Textverständlichkeit zu faszinieren. Und das bei einem bunten Programm mit Opernarien (etwa „Amor ti vieta“ aus „Fedora“ von Umberto Giordano), zwischen die er geschickt auch neapolitanische Lieder mischte – etwa von Paolo Tosti „L’ultima canzone“ wie auch „Parla più piano“ von Nino Rota sowie das georgische Volkslied „Suliko“. Aber auch der Hit „Funiculi, funicula“ von Luigi Denza durfte nicht fehlen.
Carinthia-Chor Millstatt
Bei diesem und einigen anderen Liedern sang auch der Carinthia-Chor Millstatt klangschön mit. Dieser wurde auch noch beim feinsinnig gesungenen Kärntnerlied „Is vom Himmel a Stern abagfalln“ heftigst beklatscht. Als besonderes Zuckerl bat dann Zurabishvili seine ziemlich überraschte, ehemalige Musikprofessorin Martha Sharp aus dem Publikum auf die Bühne, mit der er gemeinsam noch „Lippen schweigen“ von Lehár sang, bevor er mit dem Ohrwurm „O sole mio“ noch eins drauflegte.
Für die passende Begleitung sorgte Alessandro Misciasci am Flügel, der auch mit Solostücken von Richard Strauss (Walzer-Paraphrase aus dem „Rosenkavalier“) und von Hugo Wolf (Meistersinger-Paraphrase) glänzen konnte.