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Junge Wirtschaft Spittal kritisiert hohe Steuer- und Abgabenlast

Der Tax Freedom Day fällt heuer auf den 16. August. Bis zu diesem Tag arbeiten Österreichs Steuerzahler und Unternehmer rein rechnerisch für den Staat, erst danach für das eigene Einkommen.

Sophie Anderwald und Tobias Vecsei mit einer Torte auf der die orange Fläche für jenen Zeitraum steht, in dem Menschen für die eigene Tasche arbeiten
© KLZ / Martina Pirker
Sophie Anderwald und Tobias Vecsei mit einer Torte auf der die orange Fläche für jenen Zeitraum steht, in dem Menschen für die eigene Tasche arbeiten
Martina Pirker-Tragatschnig
Regionalredaktion Oberkärnten-Osttirol

Mit einer Torte, die versinnbildlichen soll, wie hoch die Steuer- und Abgabenbelastung für Unternehmer und Steuerzahler ist, stellten sich Sophie Anderwald und Tobias Vecsei von der Jungen Wirtschaft (JW) Spittal im Regionalbüro der Kleinen Zeitung ein. „Hohe Abgaben und Bürokratie halten junge Menschen immer häufiger davon ab, ein Unternehmen zu gründen“, ist JW-Obmann Vecsei überzeugt. Anderwald, Juristin und JW-Referentin bei der Wirtschaftskammerbezirksstelle Spittal, ergänzt: „Voriges Jahr war der 17. August der ,Tax Freedom Day‘, dieses Jahr haben wir schon einen Tag weniger, an dem Menschen mehr für den Staat als für sich selbst arbeiten.“

Berechnet wird der sogenannte „Steuerstopp-Tag“ vom Hayek-Institut. Dafür werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben dem Einkommen der Haushalte und Betriebe gegenübergestellt und auf das Kalenderjahr umgelegt. Die Entwicklung ist ernüchternd: Seit knapp 50 Jahren arbeiten die Menschen in Österreich rechnerisch mehr für den Staat als für sich selbst.

Lohn- und Lohnnebenkosten betragen 47,1 Prozent

Auch der internationale Vergleich unterstreicht laut der Jungen Wirtschaft den Handlungsbedarf: Bei der Belastung durch Lohn- und Lohnnebenkosten liegt Österreich mit 47,1 Prozent deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 35,1 Prozent. Damit zählt Österreich weiterhin zu den Staaten mit einer besonders hohen Belastung des Faktors Arbeit. Für Beschäftigte bedeutet das, dass ein erheblicher Teil der Arbeitskosten nicht als Nettoeinkommen zur Verfügung steht, während Betriebe gleichzeitig hohe Lohnnebenkosten tragen. Daher werde eine nachhaltige Entlastung gefordert.

In diesem Zusammenhang weisen Anderwald und Vecsei auf eine Veranstaltung im Herbst hin, bei der eine Steuerberaterin im Hotel Ertl in Spittal, jungen Unternehmern Steuertipps vermitteln wird. Infos dazu unter E-Mail: sophie.anderwald@wkk.or.at

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