Herrgottwiesgasse: Neue Brücke erfolgreich eingehoben
Die alte Eisenbahnbrücke in der Herrgottwiesgasse ist Geschichte. Arbeiter schoben am Wochenende ein neues Stahlfachwerk ein. Auch für Radfahrer gibt es eine Neuerung.

Neun Teile aus grauem Stahl, jedes davon so schwer wie ein Buckelwal – Über das Wochenende schoben Bauleute die neue Eisenbahnbrücke in der Herrgottwiesgasse Stück für Stück an ihren Platz. 27 Tonnen wog jedes Element. Die neue Brücke soll auch künftig den Anforderungen modernen Zugverkehrs genügen.
Fünf Millionen Euro kostet die ÖBB die neue Brücke auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Die Arbeiten laufen seit Februar. Die alte Konstruktion aus dem Jahr 1948 war bereits zurückgebaut worden. Nach dem Stahlbau soll der Schotter folgen. Ein Teppich aus Steinen soll künftig den Lärm schlucken. Züge werden dann leiser über die Schienen rollen.

Neue Brücke auch für Räder
Parallel zum Neubau der Eisenbahnbrücke entsteht über den Mühlgang gerade eine Radwegbrücke. Ein direkter Weg entlang der Bahntrasse soll künftig für mehr Sicherheit und Komfort mit dem Fahrrad sorgen. Früher mussten Radfahrer mehrere „Schlenker“ unter der alten Eisenbahnbrücke machen – das führte vor allem bei rutschigen Verhältnissen und aufgrund der Unübersichtlichkeit zu gefährlichen Situationen. Allerdings bleibt die ampelgeregelte Querung der Hergottwiesgasse für Radfahrer und Fußgänger bestehen.
Bis 23. August bleibt die Bahnstrecke zwischen Graz und Gleisdorf gesperrt. Ersatzweise bedienen Busse die Route. Ab dem 24. August soll die neue Brücke in Betrieb gehen. Die Fertigstellung der gesamten Bauarbeiten ist für Ende Oktober 2026 vorgesehen.
